Dr. Irmgard Schultz
schultz@isoe.de
Schultz, Irmgard (2006): The Natural World and the Nature of Gender. In: Kathy Davis et al. (Hg.): Handbook of Gender and Women’s Studies, K. 21. London, Thousand Oaks, New Deli: SAGE Publications, 376-396
Schultz, Irmgard / Stieß, Immanuel (2006): Emissionshandel und Gender. Ergebnisse einer transdisziplinären Genderanalyse. ISOE-Diskussionspapiere, Nr. 29. Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE. Frankfurt am Main
Schäfer, Martina / Schultz, Irmgard / Wendorf, Gabriele (Hg.) (2006): Gender-Perspektiven in der Sozial-ökologischen Forschung. Herausforderungen und Erfahrungen aus inter- und transdisziplinären Projekten. Ergebnisse Sozial-ökologischer Forschung, Nr. 1. München: oekom verlag
Schindler, Delina / Schultz, Irmgard (2006): Methodologie und Methodenentwicklung in Verknüpfung mit der Kategorie Geschlecht in der SÖF. In: Schäfer, Martina / Schultz, Irmgard / Wendorf, Gabriele (Hg.), Gender-Perspektiven in der Sozial-ökologischen Forschung. Herausforderungen und Erfahrungen aus inter- und transdisziplinären Projekten. Ergebnisse Sozial-ökologischer Forschung, Nr. 1. München: oekom verlag, 77-102
Schultz, Irmgard/Doris Hayn/Alexandra Lux (2006): Gender & Environment. In: Egon Becker/Thomas Jahn (Hg.): Soziale Ökologie. Grundzüge einer Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen. Frankfurt/New York: Campus Verlag, 434-446
Schultz, Irmgard/Diana Hummel/Doris Hayn (2006): Geschlechterverhältnisse. In: Egon Becker/Thomas Jahn (Hg.): Soziale Ökologie. Grundzüge einer Wissenschaft von den gesellschaftlichen Naturverhältnissen. Frankfurt/New York: Campus Verlag, 224-235
Hayn, Doris (Bearb.) (2004): Gender Mainstreaming im Naturschutz. Hrsg vom Bundesamt für Naturschutz (BfN). Institut für sozial-ökologische Forschung ISOE. Bonn, Münster: Landwirtschaftsverlag
Schultz, Irmgard / Hummel, Diana / Empacher, Claudia / Kluge, Thomas / Lux, Alexandra / Schramm, Engelbert / Schubert, Stephanie / Stiess, Immanuel / Hayn, Doris / Ladewig, Johannes / Stiebig, Karim (2003): Research on gender, the environment and sustainable development. Studies on gender impact assessment of the programmes of the fifth framework programme for research, technological development and demonstration. European Commission. Luxembourg: Office for Official Publications of the European Communities
Empacher, Claudia / Schultz, Irmgard / Hayn, Doris / Schubert, Stephanie (2002): Die Bedeutung des Geschlechtsrollenswandels. In: Umweltbundesamt UBA (Hg.), Nachhaltige Konsummuster. Ein neues umweltpolitisches Handlungsfeld als Herausforderung für die Umweltkommunikation. Mit einer Zielgruppenanalyse des Frankfurter Instituts für sozial-ökologische Forschung. Berichte, Nr. 6. Berlin: Erich Schmidt, 182-214
Weller, Ines / Hayn, Doris / Schultz, Irmgard (2002): Geschlechterverhältnisse, nachhaltige Konsummuster und Umweltbelastungen. In: Balser, Ingrid / Wächter, Monika (Hg.), Sozial-ökologische Forschung. Ergebnisse der Sondierungsprojekte aus dem BMBF-Förderschwerpunkt. München: oekom verlag, 431-452
Schultz, Irmgard / Hummel, Diana (2002): Gender in der Europäischen Umwelt- und Nachhaltigkeitsforschung . In: Soziale Technik. Zeitschrift für sozial- und umweltverträgliche Technikgestaltung, Nr. 3. Graz, 19-21
Schultz, Irmgard / Hummel, Diana (2002): Der Zusammenhang von Gender und Technik - Ergebnisse einer Genderanalyse des EU-Programms " Environment und Sustainable Development ". In: Technikfolgenabschätzung Theorie und Praxis, Vol. 11, Nr. 2, 37-44
Frauen und Männer erfahren viele Umweltprobleme nicht in gleicher Weise. Sie sind an der Problemgenese nicht in gleicher Weise beteiligt, sind von Umweltbelastungen unterschiedlich betroffen und haben zumeist auch ungleiche Einflussmöglichkeiten in Bezug auf Veränderungen bzw. "Lösungen". Dies und damit den Stellenwert des Themas "Frauen und Umwelt" haben UN-Konferenzen der letzten dreißig Jahre hervorgehoben. So wurde auf den Weltfrauenkonferenzen herausgestellt, dass die Armut vieler Frauen in den Ländern des Südens und Osteuropas mit Umweltbelastungen in direktem Zusammenhang steht (z.B. Auswirkungen von Naturzerstörung durch technische Großprojekte auf Lebensgrundlagen, Zerstörung und Schadstoffbelastung von Wohngebiete).
Für die Länder des Nordens wurde das Thema "Gender & Environment" bezogen auf verschiedene umweltpolitische Handlungsfelder ausbuchstabiert, z.B. die Privilegierung von Autofahrern und Business-Bahnkunden gegenüber Fußgängerinnen und "Familien-Bahnkundeninnen" im Handlungsfeld Mobilität und die Nichtberücksichtigung von Bedürfnissen von Kindern in der Stadtplanung und damit insgesamt die Alltagsvergessenheit umweltpolitischer Strategien und Maßnahmen kritisiert. Ausgehend von diesen Defizitanalysen wird dann die Beschreibung von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen unter Genderperspektive reformuliert. Dies ist Ausgangspunkt für die Entwicklung von gendersensiblen und geschlechtergerechten Handlungsstrategien für unterschiedliche Akteure. Einen wichtigen Rahmen, insbesondere für politische Maßnahmen, bildet die europäische Geschlechtergleichstellungspolitik im Rahmen der Frauenförderung und die Strategie Gender Mainstreaming.
Am Institut für sozial-ökologische Forschung wird seit dessen Gründung im Jahr 1989 zu "Gender & Environment" geforscht. Aufbauend auf der feministische Umweltforschung wurden konzeptionelle Ansätze für eine zugleich grundlagen- und anwendungsorientierte "feministische Gestaltungsforschung" entwickelte. Im Zentrum der sozial-ökologischen Gender & Environment-Forschung steht die problemorientierte Integration verschiedener disziplinärer sozial- und naturwissenschaftlicher Perspektiven unter systematischer Berücksichtigung geschlechterspezifischer Fragestellungen. Bezogen auf die jeweiligen sozial-ökologischen Fragestellungen und Problemlagen werden Genderperspektiven sowohl konzeptionell als auch methodisch ausgearbeitet.
Grundsätzlich wird die Gender & Environment-Forschung am ISOE handlungsfeldspezifisch (innerhalb der Forschung zu Ernährung, Bauen und Wohnen, Urbane Räume, Bevölkerungsentwicklung und Versorgung, nachhaltiger Konsum) entwickelt. Die so erarbeiteten Ergebnisse werden im Forschungsschwerpunkt Gender & Environment in einem nächsten Schritt verknüpft und für die transdisziplinäre sozial-ökologische Forschung übergreifend aufgearbeitet.
Arbeitsschwerpunkte sind:
Dr. Irmgard Schultz,
schultz@isoe.de