Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

08.12.2015

ISOE-Publikation zur Evaluierung von Wasser-Partnerschaften erschienen

In vielen Regionen der Erde nehmen Konflikte um die knappe Ressource Wasser zu. Wie kann zwischen den konkurrierenden Nutzergruppen vermittelt werden? Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) hat dazu das Programm der Wasser-Partnerschaften zwischen Privatwirtschaft, Zivilgesellschaft und öffentlichem Sektor entwickelt. Für die Evaluierung dieses International Water Stewardship Programmes (IWaSP) hat das ISOE in Kooperation mit dem britischen Overseas Development Institute (ODI) ein Konzept erarbeitet. Das Evaluationskonzept liegt jetzt in der Publikationsreihe ISOE-Materialien Soziale Ökologie (MSÖ) vor.


Water Ring

Die Konkurrenz um die Ressource Wasser wächst: Zunehmende Bevölkerungszahlen, eine aufstrebende wirtschaftliche Entwicklung, die Degradierung von Ökosystemen, aber auch die Auswirkungen des Klimawandels führen in vielen Ländern dazu, dass der Wasserdarf die verfügbare Menge in ausreichender Qualität übersteigt. Mit dem International Water Stewardship Programme (IWaSP) verfolgt die GIZ aktuell vor allem in betroffenen Regionen der Subsahara das Ziel, die Konflikte zwischen konkurrierenden Wassernutzern zu reduzieren. Mithilfe von Wasser-Partnerschaften sollen Regierungsbehörden, Unternehmen und Zivilgesellschaft gemeinsam zu einer nachhaltigen Wasserressourcennutzung finden.

Obwohl der Water Stewardship-Ansatz inzwischen von Wasserexperten viel diskutiert wird, gibt es bislang noch keinen umfassenden Ansatz zur Bewertung von Wasser-Partnerschaften. In dem jetzt veröffentlichten MSÖ „Assessing the Processes and Performance of the International Water Stewardship Programme: Concept Paper” wurde gemeinsam mit dem Kooperationspartner ODI ein Evaluationskonzept erarbeitet, das als Grundlage für Evaluationen sowohl auf Partnerschaftsebene als auch auf Programmebene dienen kann.

Im Konzept wird zum einen ein formatives Vorgehen dargelegt, verstanden als ein gemeinsamer Lernprozess, um frühzeitig Erfolgsblockaden und Hindernisse aus dem Weg zu räumen (formative Evaluation). Zum anderen werden Möglichkeiten für eine abschließende Bewertung des Erreichten (summative Evaluation) aufgezeigt. Das Konzept fand in Teilen erstmals Anwendung in der Evaluation, die das ISOE für die GIZ in den Ländern Uganda, Kenia, Tansania und Sambia durchgeführt hat. Das Projektteam untersuchte dabei, wie die Wasser-Partnerschaften mit dem Ziel, Wasserrisiken durch die Einbindung privatwirtschaftlicher Unternehmen zu vermindern, aufgebaut sind und ob die Grundsteine für eine erfolgreiche Durchführung gelegt waren.

Zum MSÖ Nr.44: Kramm, Johanna/Stefan Liehr/Engelbert Schramm/Martina Winker/Helen Tilley/Nathaniel Mason/Simon Hearn (2014): Assessing the Processes and Performance of the International Water Stewardship Programme: Concept Paper. ISOE – Institute for Social-Ecological Research. ISOE-Materials Social Ecology, No. 44. ISSN 1614-8193 Download (pdf)


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