Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

22.12.2015

Renaturierung der Nidda: Bürgerbeteiligung im Forschungsprojekt

Eine aktive Bürgerbeteiligung steht im Zentrum von NiddaMan, einem Verbundprojekt zur Renaturierung der Nidda. Dabei entwickeln WissenschaftlerInnen zusammen mit den BürgerInnen und PraxisakteurInnen der Region ein Informations- und Managementsystem. Für einen ersten Austausch fand Ende November der „Nidda Talk“ in Friedberg statt.


Die Nidda bei Bonames

Foto: MdE/Wikimedia

„Risikostoffe in unseren Gewässern – Bedeutung und Handlungsmaßnahmen“ lautete das Thema des ersten Bürgerinformationsabends, zu dem etwa 75 interessierte Bürgerinnen und Bürger sowie Prof. Dr. Jörg Oehlmann (Goethe-Universität Frankfurt), Dr. Christian Schaum (Technische Universität Darmstadt), Dr. Peter Seel (Hessisches Landesamt für Umwelt und Geologie) und ISOE-Forscherin Dr. Carolin Völker gekommen waren.

Auf die Impulsvorträge zum wissenschaftlichen Hintergrund folgte eine engagierte Diskussion. Die BürgerInnen begrüßten die Gelegenheit zum Austausch und interessierten sich besonders für die neuen Ansätze zur effektiveren Entfernung von Schadstoffen durch Abwasserreinigungsanlagen sowie für geplante Feldversuche an der Nidda. Zum „Nidda Talk“ hatte der Landrat des Wetteraukreises, Joachim Arnold, eingeladen.

Eine App für Bürgerbeobachtungen

Neben rein naturwissenschaftlichen Untersuchungen zum Ökosystem Nidda beziehen die WissenschaftlerInnen das Praxiswissen und die Erfahrungen der BürgerInnen vor Ort mit ein. Mithilfe einer App sind die BürgerInnen eingeladen, ihre Beobachtungen zu Tieren und Pflanzen auf eine Internet-Plattform einzutragen. Das ISOE entwickelt diese App, die in der ersten Jahreshälfte 2016 verfügbar sein wird.

Die gesammelten Erkenntnisse von NiddaMan sollen in ein Informations- und Managementsystem einfließen, das als Instrument für die wasserwirtschaftliche Praxis auch auf andere Regionen übertragbar sein sollte. Im Fokus stehen die Bereiche Gewässerüberwachung, effektive Planung wasserwirtschaftlicher Maßnahmen, Bildung und Qualifizierung von Fachpersonal, die Überwindung bisheriger Hemmnisse für ein effizientes Management der Wasserressourcen sowie Wissenstransfer in angrenzende Forschungssektoren.

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