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Mai 2008
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"Schwung beibehalten, solidarisch sein, Verbündete suchen": Bericht zur Fachtagung "Perspektiven des Gender Mainstreaming im Umweltbereich" des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit am 16. März 2004 in Berlin pdf-file 58kb
Bereits auf der Konferenz für Umwelt und Entwicklung 1992 in Rio de Janeiro wurde die Berücksichtigung von mehr Geschlechtergerechtigkeit in der Umwelt- und Nachhaltigkeitspolitik beschlossen. Die Europäische Union institutionalisierte mit dem Amsterdamer Vertrag 1999 die Strategie Gender Mainstreaming, um die Geschlechterperspektive in alle Politikbereiche zu integrieren. Alle Mitgliedsstaaten sind seither aufgefordert, nationale Umsetzungsstrategien zu entwickeln.
Die Bundesregierung hat sich in der vergangenen Legislaturperiode zur Implementierung von Gender Mainstreaming verpflichtet. Nach § 2 der Gemeinsamen Geschäftsordnung (GGO) ist die Gleichstellung von Frauen und Männern bei allen Maßnahmen der Bundesministerien zu fördern.
Zur Umsetzung von Gender Mainstreaming hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit Unterstützung des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) ein speziell auf die Umweltpolitik zugeschnittenes Gender Impact Assessment (GIA) entwickelt. Dieses GIA wurde anhand von vier Praxisbeispielen erprobt: der Novellierung der Strahlenschutzverordnung, der Vergabe des Umweltzeichens "Blauer Engel" für Büro-Multifunktionsgeräte, der Neufassung des Umweltinformationsgesetzes und der Novellierung des Umweltstatistikgesetzes.
Weiter hat das BMU eine Reihe von Aktivitäten zur Gestaltung und Implementierung von Gender Mainstreaming, u. a. die Erarbeitung eines Konzeptes zur organisatorisch-institutionellen Verankerung, initiiert und durchgeführt. Im Verlauf der Tagung werden die seit Frühjahr 2001 erarbeiteten Ergebnisse und gesammelten Erfahrungen des Gender-Mainstreaming-Prozesses des BMU präsentiert und in Workshops zur Diskussion gestellt.
Ein weiterer Schwerpunkt der Tagung liegt auf dem Erfahrungsaustausch und der Vernetzung der Teilnehmer/innen.
Ziel der Tagung ist es, gemeinsam mit den Teilnehmer/innen, konkrete Zukunftsperspektiven des Gender Mainstreaming im Umweltbereich zu entwickeln, denn das vom BMU entwickelte GIA stellt keinen Endpunkt dar, sondern soll vielmehr ein Ausgangspunkt für eine kontinuierliche Weiterentwicklung des Gender Mainstreaming im Umweltbereich sein.
Herzlich eingeladen sind Frauen und Männer aus den Bereichen Umweltverwaltung, Umweltpolitik, der Verbandsarbeit und der Umweltforschung sowie Genderexpert/innen und weitere Interessierte.