Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

31.01.2012

Elektromobilität: taz auf Boulevard-Kurs?


Die Berichterstattung in der Tageszeitung taz am 30. Januar 2012 hat eine rege Diskussion über die Umweltfreundlichkeit von Elektroautos losgetreten. Damit hat sie eine Steilvorlage für eine längst überfällige Diskussion geliefert – dafür danken wir.  

Leider hat sich die taz damit auf ein schiefes Terrain gewagt. Die Überschrift „Ökolüge Elektroauto“ stellt die Ergebnisse, auf die sich die Zeitung bezieht, geradezu auf den Kopf: Im Projekt OPTUM haben das Öko-Institut und das ISOE untersucht, unter welchen Bedingungen Elektroautos wirklich umweltfreundlich sein können. Nämlich unter der Grundvoraussetzung, dass die Autos mit zusätzlichen erneuerbaren Energien geladen und diese stärker ausgebaut werden.

Die reduzierte Berichterstattung knüpft Umweltfreundlichkeit zudem nur an den CO2-Ausstoß. Dabei erfordert die Mobilitäts-Diskussion einen viel weiteren Blick: Es geht auch um Ressourcen, Flächennutzung und die Abhängigkeit vom Öl. Aus Sicht des ISOE kann man die verschiedenen ökologischen Wirkungen nicht voneinander getrennt betrachten. Für nachhaltige Mobilitätskonzepte müssen außerdem die sozialen und ökonomischen Voraussetzungen berücksichtigt werden. Dazu gehört auch, die Bevölkerung nach ihrer Akzeptanz von verschiedenen Mobilitätskonzepten der Zukunft zu fragen. Ob und unter welchen Bedingungen die Deutschen ein Elektroauto überhaupt kaufen würden, haben wir in OPTUM untersucht.  

Projektbericht OPTUM (pdf)

Projektbroschüre "Autos unter Strom" des Öko-Instituts und des ISOE (pdf)

Pressemitteilung des ISOE vom 18.05.2011 (pdf)

Projektseite


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