Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

Synergien zwischen Umwelt- und Sozialpolitik

Im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) untersuchen die Projektpartner, welche Synergien aus den Maßnahmen von Umweltpolitik und Sozialpolitik entstehen. Ziel ist es, sie besser nutzen und vermitteln zu können.

Forschungsansatz

Im Projekt wird eine exemplarische Übersicht über positive soziale und sozialpolitische Wirkung von Umweltschutzmaßnahmen erstellt. Dabei konzentriert sich das Team auf die Bereiche Energienutzung im Haushalt, Mobilität und Stadtgrün. Das ISOE koordiniert und leitet das Projekt.

Auswertung und Dokumentation

Die WissenschaftlerInnen werten Materialien aus, die sich mit der sozioökonomischen Analyse und Bewertung von ressourcenschonenden Verhaltensweisen und Lebensstilen beschäftigen. Zum Beispiel mit Maßnahmen, die Privathaushalte von Energiekosten entlasten. Das Projektteam dokumentiert Maßnahmen von Behörden und Unternehmen, bei denen Synergien zwischen Umwelt- und Sozialpolitik gezielt genutzt werden. Das Team erstellt einen exemplarischen Überblick zu umweltrelevanten Nachhaltigkeitskonzepten und -initiativen im Sozial- und Kulturbereich. Bei den Konzepten und Initiativen soll geprüft werden, ob sie tatsächlich der Verbreitung von nachhaltigen Lebensstilen in Kultur und Gesellschaft dienen.

Empfehlungen

Darauf aufbauend werden Vorschläge erarbeitet, wie solche Beiträge weiterentwickelt werden können. Dazu arbeiten die WissenschaftlerInnen Erfolgsfaktoren für die Übertragung erfolgreicher Projekte und Maßnahmen auf neue Themenfelder und Zielgruppen heraus. Sie zeigen außerdem Ansatzpunkte auf, wie Multiplikatoren in Umwelt- und Sozialverbänden die Beiträge der Umweltpolitik zur Verbesserung von Lebensqualität sozialer Gerechtigkeit für benachteiligte Bevölkerungsgruppen zielgruppenorientiert vermitteln können.

Hintergrund

Bislang wurde vernachlässigt, dass Umweltschutzmaßnahmen auch sehr positive Effekte auf die Gesundheits-, Sozial- und Bildungspolitik haben. Dazu gehört zum Beispiel, dass Mieterinnen und Mieter langfristig von hohen Nebenkosten entlastet werden, umweltbedingte Gesundheitsbelastungen reduziert und die Krankheitskosten gesenkt werden. Welchen Beitrag die Umweltpolitik liefert, um die Lebensqualität und Lebensbedingungen zu verbessern, wird besonders von Gruppen mit geringem Einkommen kaum wahrgenommen. Zudem sind die Akteure aus dem Umwelt, Sozial- und Kulturbereich noch unzureichend vernetzt.

Kooperationspartner

Institut für Ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW)

Auftraggeber

Das Projekt "Analyse bestehender Maßnahmen und Entwurf innovativer Strategien zur verbesserten Nutzung von Synergien zwischen Umwelt- und Sozialpolitik" ist ein Auftrag des Umweltbundesamts (UBA).

Laufzeit

11/2010–11/2011
(abgeschlossen)