Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

SAUBER+ Innovative Konzepte für Abwasser aus Einrichtungen des Gesundheitswesens

Im Projekt werden die Risiken von Einträgen von Arzneichemikalien aus Seniorenresidenzen, Pflegeheimen und Hospizen mit Anspruchsgruppen bewertet und Handlungsstrategien entwickelt.

Forschungsansatz

Gemeinsam mit Stakeholdern aus Gesundheitswesen, Wissenschaft, Wirtschaft und Gesellschaft bewerten die Wissenschaftler die Risiken der Einträge. Die Aufgabe des ISOE ist, den Stakeholderprozess zu organisieren und zu moderieren. Begleitend zur Kommunikation führt das ISOE ein Monitoring durch und wertet die Aktivitäten in einer Stakeholder-Analyse aus.

Szenarien

Die WissenschaftlerInnen erarbeiten mit den Akteuren Szenarien der künftigen Risikosituationen. In der Analyse berücksichtigen sie sich verändernde Bedingungen wie Demographie, Arzneimittelmarkt, soziokulturelle Wahrnehmungen oder technologische Entwicklungen.

Handlungsstrategien

Mit Hilfe eines Bayes‘schen Netzes identifiziert das Team dann Handlungsstrategien für die unterschiedenen Abfall/Abwasserströme. So soll ein realisierbares Risikomanagement entwickelt werden. Um die Strategien umfassend bewerten zu können, ermitteln die WissenschaftlerInnen in einer sozial-ökologischen Wirkungsabschätzung deren Folgewirkungen. Die gewonnenen Erkenntnisse aus dem Projekt stellen sie dem bekannten Wissen über Kliniken und Ärztehäuser vergleichend gegenüber.

Hintergrund

Nach ihrem Gebrauch gelangen zahlreiche Arzneimittel in den Wasserkreislauf, wo sie auch in Spurenkonzentrationen ein Risiko darstellen können.

Projektpartner

Institut für Siedlungswasserwirtschaft (ISA), RWTH Aachen

Institut für Nachhaltige Chemie und Umweltchemie (INUC) und Institut für Umweltkommunikation (INFU), Leuphana Universität Lüneburg

DIALOGIK gemeinnützige Gesellschaft für Kommunikations und Kooperationsforschung mbH, Stuttgart

Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene, Universitätsklinikum Freiburg

Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen

Ortenau Klinikum, Offenburg

Carbon Service & Consulting GmbH & Co.KG, Vettweiß

Microdyn-Nadir GmbH, Wiesbaden

Umex GmbH, Dresden

Förderung

Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)

Laufzeit

12/2011–11/2014