Bereichsbild Transdisziplinäre Konzepte und Methoden: Ausschnitt Notizpapiere zwischen Buchrücken

Transdisziplinäre Methoden und Konzepte

 

 

Projektwebseite

http://www.bik-f.de

BiK-F-Film

Der Film gibt in sieben Minuten einen kurzen Überblick über die Inhalte und Partner von BiK-F.

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Internationale Biodiversitätskonferenz 2010:

“Biodiversity and the UN Millennium Development Goals: Challenges for Research and Action” - 2. bis 3. Dezember 2010, Senckenberg Museum in Frankfurt/Main.

www.biodiversity-conference2010.de.

 

Projekt:

Wissenstransfer und sozial-ökologische Folgenabschätzung klimabedingter Biodiversitätsveränderung

Ansprechpartner:

Dr. Thomas Jahn

Bearbeitung

PD Dr. Diana Hummel
Dr. Thomas Jahn
Dr. Stefan Liehr
Dr. Alexandra Lux
Dr. Birgit Müller
Dr. Engelbert Schramm

Laufzeit:

07/2008-12/2010

Projektpartner:


Förderung:

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE)

Logo Landesprogramm LOEWE

 

Publikationen

Jahn, Thomas/Alexandra Lux (2009): Problemorientierte Diskursfeldanalyse – neue Methode und Anwendungsmöglichkeiten. ISOE-Studientexte, Nr. 15. Frankfurt am Main  (Literatur-Shop)

Lux, Alexandra/Thomas Jahn (2009): Klimabedingte Veränderungen der Biodiversität. Eine Diskursfeldanalyse für BiK-F. BiK-F Knowledge Flow Paper Nr. 3, Juli 2009. Frankfurt am Main (Download pdf-file 490 kb)

Klipstein, Anna (2009): Das Millennium Ecosystem Assessment als Diskursarena im Diskursfeld "Klimabedingte Biodiversitätsveränderungen“. ISOE-Materialien Soziale Ökologie, Nr. 29. Frankfurt am Main (Literatur-Shop)

Stiehr, Nina (2009): Die Nationale Strategie zur Biologischen Vielfalt der Bundesregierung als Diskursarena im Diskursfeld "Klimabedingte Veränderungen der Biodiversität“. ISOE-Materialien Soziale Ökologie, Nr. 30. Frankfurt am Main (Literatur-Shop)

Sturn, Barbara S. (2009): Die neunte Vertragsstaatenkonferenz des Übereinkommens über die biologische Vielfalt (COP9/CBD) als Diskursarena im Diskursfeld "Klimabedingte Veränderungen der Biodiversität“. ISOE-Materialien Soziale Ökologie, Nr. 28. Frankfurt am Main (Literatur-Shop)

 

Pressemitteilung des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst (HMWK) anlässlich des Förderstarts von BiK-F

LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum BiK-F

Schwerpunkte: Wald, Wasser und Ernährung

 

Wissenstransfer und sozial-ökologische Folgenabschätzung klimabedingter Biodiversitätsveränderungen  

Die Anzahl der Arten auf unserem Planeten nimmt rapide ab – hundert mal schneller als unter natürlichen Bedingungen. Neben dem Klimawandel wird der Verlust an Biodiversität damit zu einem zentralen Problem der Menschheit. Deshalb wurde das LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum BiK-F gegründet, in dem wir Partner sind. Im Zentrum wird untersucht, wie sich Klimawandel und Biodiversität gegenseitig beeinflussen, um verlässliche Prognosen für die Zukunft zu entwickeln. Wir bearbeiteten in BiK-F die sozial-ökologischen Folgen und gewährleisten den transdisziplinären Wissenstransfer. Dabei wird auch auf das Konzept der Ecosystem Services zurück gegriffen.  

Sozial-ökologische Aspekte

Verlust an Biodiversität beeinflusst nicht nur die Ökosysteme selbst, sondern auch die Versorgung der Menschen. Denn Ökosysteme liefern uns die so genannten Ecosystem Services (Ökosystemdienstleitungen), das heißt natürliche Ressourcen wie Wasser, Nahrung oder Luft. In dem von uns koordinierten Bereich wird anhand der Modellsysteme Wald, Gewässer, Savanne und Riff untersucht, welche Folgen der Verlust an Biodiversität für die Ecosystem Services hat. Unsere Projekte sind immer Gegenstück zu einem naturwissenschaftlichen Projekt in BiK-F. Schwerpunkte liegen auf den Themen Wald, Wasser und Ernährung. Beispielsweise wird in »Wald der Zukunft« untersucht, ob mediterrane Eichenarten in Mitteleuropa angepflanzt werden können. Wir analysieren die Folgen, die ein solcher Waldumbau hätte. Dazu gehören ökonomische Aspekte wie der Markt für Eichenholz oder die Vorlieben der Möbelhersteller, aber auch soziale Folgen wie die Wahrnehmung durch Waldbesucherinnen. Mit Hilfe von Szenarien, Expertengesprächen oder empirischen Analysen entwickeln wir dann Empfehlungen für ein nachhaltiges Ökosystemmanagement.  

Die verschiedensten Werte, die ein Ökosystem der Gesellschaft bietet – ökonomisch, ökologisch und sozial – können mit dem Konzept der Ecosystem Services untersucht und berechnet werden. Im Projekt "Ecosystem Services“ in BiK-F soll untersucht werden, wie die verschiedensten Leistungen der Ökosysteme zuverlässig bewertet werden können, und wo die Möglichkeiten und Grenzen dieses Konzepts liegen. Das ISOE ist gemeinsam mit Prof. Wolfgang Brüggemann, Institut für Ökologie, Evolution & Diversität an der Goethe-Universität in dem Projekt federführend.  

Wissenstransfer

Die Erkenntnisse aus BiK-F sollen in konkreten Handlungsempfehlungen für Verantwortliche in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft münden. Hier ist unsere 20-jährige transdisziplinäre Erfahrung gefragt. Wir tragen dazu bei, dass die wissenschaftlichen Ergebnisse passend aufbereitet in die richtigen Hände kommen. Außerdem analysieren wir den gesellschaftlichen Diskurs zu Biodiversität und Klima, damit die Projektgruppen des Zentrums die für sie relevanten gesellschaftlichen Themen einfacher identifizieren können.

Durch den fachübergreifenden Ansatz des Zentrums müssen sich zudem WissenschaftlerInnen aus verschiedenen Disziplinen verständigen können. Deshalb entwickeln wir Strukturen und Organisationsformen für den internen Wissenstransfer. Die Arbeiten des LOEWE-Forschungszentrums BiK-F stehen vielfach an der Schnittstelle von Wissenschaft und Gesellschaft. Die Folgen des Klimawandels und der Verlust von biologischer Vielfalt beschäftigen nicht nur die Wissenschaft, sondern auch Politik, Umweltverbände, Wirtschaftsakteure und die Gesellschaft. Das Zentrum muss also mit seinen Ergebnissen sowohl wissenschaftlichen Qualitätsmaßstäben als auch gesellschaftlichen Erwartungen gerecht werden. Auch der Analyse der sozial-ökologischen und sozio-ökonomischen Wirkungen der Folgen des Klimawandels, insbesondere im Hinblick auf die Nutzbarkeit natürlicher Ressourcen, kommt große Bedeutung zu.

Ziel des Wissenstransfers ist es daher, die transdisziplinären Arbeitsgrundlagen für das Zentrum zu schaffen und zu erhalten. Transdisziplinarität ist ein essentieller Teil der Forschung, da nicht nur der wissenschaftliche Fortschritt und die Exzellenz zählen, sondern auch Lösungen für die Praxis. Somit lebt die Schnittstelle zwischen Wissenschaft und Gesellschaft vom gegenseitigen Austausch: Was treibt Politik, Nicht-Regierungsorganisationen und privatwirtschaftliche Unternehmen um? Wie können ihre Anforderungen und Positionen in Forschungsprozesse einbezogen werden? Wie kann naturwissenschaftliche mit sozialwissenschaftlicher Forschung verbunden werden? Die wissenschaftlichen Arbeiten des ISOE in BiK-F basieren vor allem auf diesen Fragen. Das ISOE will sowohl das Zentrum als Ganzes als auch seine Projektgruppen und Einzelprojekte zielgerichtet unterstützen: Indem es die Projektgruppen analysiert, Methoden und Konzepte erarbeitet und Plattformen für den Austausch und gegenseitiges Lernen bereitstellt. 

Mehr zu den Schwerpunkten Wald, Wasser und Ernährung.

 

Bild: Sven Traenkner, Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg

Anlässlich des Förderstarts des neu gegründeten "LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum BiK-F" überreichte die Hessische Staatsministerin für Wissenschaft und Kunst Silke Lautenschläger am 26. September 2008 Urkunden an die beteiligten Kooperationspartner. Dazu gehören das Forschungsinstitut und Naturmuseum Senckenberg, die Goethe Universität Frankfurt, das ISOE, der Deutsche Wetterdienst Offenbach und das Darmstädter Unternehmen EUMETSAT. Für das ISOE nahm Dr. Thomas Jahn die Urkunde entgegen  - Pressemitteilung des HMWK

 

Projektpartner:

 

Logo Senckenberg GesellschaftSenckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main (Federführung)

 

 

Logo Goethe Universität FrankfurtGoethe-Universität Frankfurt am Main

 

 

Logo Deutscher WetterdienstDeutscher Wetterdienst, Offenbach

 

 

Logo EumetsatEuropean Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites (EUMETSAT), Darmstadt