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Transdisziplinäre Methoden und Konzepte

 

 

Projektwebseite

http://www.bik-f.de

 

Projekt:

Wissenstransfer und sozial-ökologische Folgenabschätzung klimabedingter Biodiversitätsveränderung

Ansprechpartner:

Dr. Stefan Liehr

 

Förderung:

Hessisches Ministerium für Wissenschaft und Kunst (HMWK), Landesoffensive zur Entwicklung wissenschaftlich-ökonomischer Exzellenz (LOEWE)

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LOEWE Biodiversität und Klima Forschungszentrum BiK-F

Limnische Systeme

Limnische Ökosysteme – also Binnengewässer wie Flüsse und Seen mit ihrer jeweiligen Vielfalt an Lebensgemeinschaften – sind ein wesentlicher Bestandteil des globalen Wasserkreislaufs. Sie stehen in engem Austausch mit angrenzenden landseitigen Ökosystemen. Ihre ökonomische und soziale Bedeutung für den Menschen in der Trinkwasser-, Nahrungs- und Energieversorgung, für Schifffahrt, Fischerei, Tourismus und Erholung ist unschätzbar hoch. Ihre Funktionsfähigkeit zu erhalten ist daher elementares Anliegen eines nachhaltigen Managements der natürlichen Ressourcen.

Gegenwärtige Projektionen des Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) prognostizieren bereits deutliche Konsequenzen des Klimawandels für die Struktur und Funktion von limnischen Systemen. Steigen die Temperatur und die atmosphärische CO2-Konzentration an, werden sich entsprechend der Modellrechnungen die Niederschläge regional und jahreszeitlich umverteilen und die hydrologischen Bedingungen verändern. Dadurch steigt beispielsweise in Nord- und Mitteleuropa das Hochwasserrisiko, während das südliche und südwestliche Europa häufiger unter großen Dürren leiden. Mit steigendem Meeresspiegel steigt auch die Gefahr, dass Grundwasser in Küstenregionen versalzt. Weitreichende Folgen des Klimawandels werden vom IPCC insbesondere für Nährstoffzyklen, das Zusammenspiel und die geographischen Verbreitungen von Organismen und Arten gesehen. Dies hätte erhebliche regional variierende Konsequenzen für die Biodiversität und insbesondere die Ecosystem Services von limnischen Systemen. Um diese Prozesse frühzeitig zu erkennen und Maßnahmen ergreifen zu können, ist es dringend notwendig, die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen klimabedingter Biodiversitätsverluste zu bewerten und abzuschätzen.  

Methodische Grundlage der Projektgruppe ist eine Analyse des Diskursfeldes zu klimabedingten Biodiversitätsveränderungen und deren Auswirkungen auf Gesellschaft und Natur. Dabei wird auf limnische Systeme fokussiert. Darauf aufbauend werden in einer Workshopreihe mit den relevanten Entscheidungsträgern, handelnden Akteuren und Wissenschaftlern die sozial-ökologischen Folgen abgeschätzt und bewertet. Wichtiges Instrument zur Integration und zum Umgang mit Unsicherheiten ist die Anwendung von Szenarien über zukünftig mögliche Entwicklungen aus anderen Projektbereichen des Forschungszentrums. Ziel ist es, konkrete Handlungsempfehlungen zu entwickeln, um sich den unerwünschten klimabedingten Veränderungen limnischer Systeme anzupassen oder sie zu vermeiden.

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