Bereichsbild Mobilität und Lebensstilanalysen: Bildausschnitt unscharfe Joggerbeine

Mobilität und Lebensstilanalysen

 

Future Fleet Logo

Projekteigene Webseite

http://www.future-fleet.de

 

Projekt

Future Fleet – Einbindung von Elektro- und Plug-in Hybridfahrzeugen in betriebliche Fahrzeugflotten

Gesamtprojektleitung

SAP-AG

Ansprechpartner und Projektleitung im ISOE:

Dr. Konrad Götz

Projektpartner:
  • SAP-AG (Gesamtprojektleitung),
  • MVV-Energie AG,
  • Hochschule Mannheim,
  • Öko-Institut  
Förderung:

Bundesministerium für Umwelt

Laufzeit:

09/2008 - 09/2011

 

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Future Fleet – Einbindung von Elektro- und Plug-in Hybridfahrzeugen in betriebliche Fahrzeugflotten

Modellprojekt zur Elektromobilität

Das Projekt Future Fleet ist eines von acht regionalen Modellprojekten der Bundesregierung zur Elektromobilität. Dabei werden im Rhein-Neckar-Raum zum einen bei dem Softwarehersteller SAP AG in Walldorf, zum anderen bei der Mannheimer MVV Energie AG betriebliche Fahrzeugflotten mit Elektroautos ausgerüstet.

In dem Projekt geht es darum, den Nutzen für die Umwelt zu untersuchen, ein optimales betriebliches Flottenmanagements zu erproben und die Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern zu untersuchen.

Elektromobilität ist nur dann zukunftsfähig, wenn die Energie für die Autos nicht aus konventionellen Kraftwerken stammt. Deshalb sollen die Fahrzeuge des Modellversuchs vollständig mit erneuerbarer Energie fahren. Zunächst mit vertraglich bezogenem Öko-Strom, später mit Energie, die vor Ort mit Hilfe von Photovoltaikanlagen auf den Dächern der Parkhäuser gewonnen wird.  

In Future Fleet befragt das ISOE zusammen mit dem Öko-Institut und den Praxispartnern die Nutzer der Elektroautos zu ihren alltäglichen Erfahrungen und zu ihrem Verkehrsverhalten. Dabei geht es um praktische Fragen wie Leistung, Bedienung oder Praktikabilität des Ladevorgangs. Außerdem wird untersucht, ob die Fahrzeuge der Flotte ebenso gut in alltägliche Routinen integriert werden können wie das bisherige Auto. In den Befragungen geht es zudem um Image, symbolische Aspekte und Emotionen.

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Geringe Reichweite erfordert neue Fahrzeug-Nutzungskonzepte

Solange es keine weltweite Infrastruktur mit austauschbaren Akkus gibt oder der Strom per Induktion von außen zugeführt wird, ist das Hauptproblem bei Elektrofahrzeugen ihre geringe Reichweite. Das wird sich aus Expertensicht auch in den kommenden Jahren nicht grundlegend ändern. Wer also der Elektromobilität zum Durchbruch verhelfen will, muss über innovative Konzepte nachdenken. Neben dem Car-Sharing, das schon immer auf kollektiver Nutzung beruht, kommt wie in Future Fleet vor allem der Einsatz in Firmenfuhrparks in Frage. Hier ist es nämlich möglich, die Mobilitätsmuster der Nutzerinnen und Nutzer mit den Reichweiten der Fahrzeuge abzugleichen und die Fahrzeuge bedarfsgerecht zuzuteilen.  

Autos als Bestandteile des Energienetzes

Mittelfristig geht es auch um die Frage, ob Elektrofahrzeuge Dienstleistungen für das Stromnetz zur Verfügung stellen. Für den Betrieb der Stromnetze ist es nämlich aus wirtschaftlicher Sicht interessant, Elektrofahrzeuge als Zwischenspeicher für günstig verfügbare Strommengen zu nutzen. Fahrzeugbatterien könnten zum Beispiel nachts aufgeladen werden, wenn günstiger Strom aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht, aber nicht genutzt wird. Umgekehrt könnten die Fahrzeuge auch Strom in das Netz einspeisen, um Lastschwankungen auszugleichen, sofern dies der Nutzung der Fahrzeuge nicht entgegensteht. In diesem Zusammenhang wird von Vehicle-to-Grid gesprochen. Um die Fahrzeuge in das Netzmanagement einzubinden, ist Kommunikation zwischen den Fahrzeugen und der Netzzeittechnik erforderlich. Außerdem müssen die entnommenen und eingespeisten Strommengen für Preisfindung und Abrechnung genau erfasst werden. Zu diesem Themenkomplex gibt es im Projekt erste Versuche einer "gesteuerten Beladung" der Fahrzeuge, das heißt dann, wenn an der Strombörse besonders viel erneuerbare Energie vorliegt.  

 

Future Fleet Projektdarstellung als Schaubild