Schramm, Engelbert (2005): Naturale Aspekte sozial-ökologischer Regulation. Bericht aus dem Analysemodul "Ressourcenregulation" im Verbundvorhaben netWORKS. netWORKS-Papers, H. 14. Forschungsverbund netWORKS. Berlin: Dt. Inst. für Urbanistik.
Naturwissenschaftliche Gesichtspunkte, die für eine Regulation der Wasserressourcen und eine Regulation sozial-ökologischer Systeme relevant sein können, hat Engelbert Schramm untersucht:
Erstaunlicherweise werden in der naturwissenschaftlichen Forschung über
wasserwirtschaftliche Probleme Regulationsprozesse nicht systematisch
berücksichtigt. Insbesondere die Frage nach der Art der Regulation (und
nach Möglichkeiten ihrer Beeinflussung) wird hier ausgeblendet. Konzepte
einer Regulation sozial-ökologischer Systeme, auf denen weiter aufgebaut
werden kann, wurden in der Geographie entwickelt. Bezogen auf die
Festlegung der bewirtschaftbaren Grundwassermengen hat sich der aus der
Prozess-Steuerung stammende Begriff des Regulationskorridors als zentral
erwiesen: Unterhalb bzw. oberhalb bestimmter Schwellen ist z.B. in
ökologisch sensiblen Gebieten die Förderung von Grundwasser nach
Möglichkeit einzustellen (minimal erforderlicher Grundwasserstand) bzw. in
Siedlungsgebieten Grundwasser auch jenseits von Nutzungserfordernissen
abzupumpen (maximal erwünschter Grundwasserstand. Diese
Regulationskorridore müssen nicht wissenschaftlich exakt bestimmt werden,
wenn sie kleiner als die natürlichen Schwankungskorridore gewählt werden
und zugleich dem Widerstreit der unterschiedlichen Nutzungsinteressen in
der Gesellschaft standhalten. Bezogen auf die Wasserqualität können bisher
ähnliche Toleranzbereiche, innerhalb derer eine physiogene Regulation der
Grundwasserleiter (insbesondere eine mikrobiologische, chemische und
physikalische Regeneration von Grundwasser) geschehen kann, nicht
identifiziert werden. Handhabbare Bewirtschaftungsregeln, die Fragen der
Wasserqualität regeln, lassen sich bisher nur für einfach strukturierte
Grundwasserressourcen (z.B. im Lockergestein) und für gepufferte Systeme
aufstellen. Das Papier steht zum Download zur Verfügung:
http://www.networks-group.de/veroeffentlichungen/DF9164.pdf
Kluge, Thomas (2005): Ansätze zur sozial-ökologischen Regulation der Ressource Wasser - neue Anforderungen an die Bewirtschaftung durch die EU-Wasserrahmenrichtlinie und Privatisierungstendenzen. netWORKS-Papers, H. 15. Forschungsverbund netWORKS. Berlin: Dt. Inst. für Urbanistik
Thomas Kluge untersucht im netWORKS-Paper 15 die Frage, wie sich die
gegenwärtige Praxis der Bewirtschaftung der Ressource Wasser unter
zunehmender Privatisierung und neuen europäischen Regelungen wie der
EU-Wasserrahmenrichtlinie ändern müsste. Dafür werden verschiedene
Modellvarianten vorgeschlagen und in ihren Auswirkungen auf die Kommunen
und die Träger der Wasserdienstleistungen untersucht. Die Veröffentlichung
steht zum Download zur Verfügung:
http://www.networks-group.de/veroeffentlichungen/DF9165.pdf
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