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Gender & Environment

 

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Einführung von Gender Mainstreaming

Gender Mainstreaming in den Medien

Gender Mainstreaming erfährt derzeit in Medien und Öffentlichkeit rege Aufmerksamkeit. Dies ist einerseits erfreulich – auch wenn nicht selten ein Ton angeschlagen wird, der die damit verknüpften Anliegen lächerlich macht. Andererseits ist eine entsprechend breite öffentliche, an Tatsachen ausgerichtete Diskussion mehr als überfällig. Denn eine geschlechtersensible Gestaltung von Maßnahmen, Angeboten und Aufgaben in allen Feldern der Politik und Verwaltung ist nicht nur eine rechtliche Maßgabe der Europäischen Union und der Bundesregierung, sondern erweist sich in der Praxis als höchst nutzbringend.

Am Beispiel der forstlichen und naturschutzfachlichen Praxis zeigt sich dies sehr deutlich. Unterschiedliche Interessen und Lebenssituationen von Frauen und Männern, Jungen und Mädchen bei der Gestaltung und Durchführung von Naturerlebnis- und Bildungsangeboten sowie bei der Öffentlichkeitsarbeit systematisch zu berücksichtigen, ist nicht nur ein Gebot der Chancengleichheit. Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Nationalparks Eifel ist sie vor allem eine wichtige Größe ihrer professionellen Arbeit, wie das Interview mit Henning Walter, Leiter des Nationalparkforstamts Eifel verdeutlicht.

Das Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MUNLV) Nordrhein-Westfalen und der Nationalpark Eifel haben aus diesen Gründen in Zusammenarbeit mit dem Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE), Frankfurt am Main das Projekt Gender Mainstreaming im Nationalpark Eifel aus der Taufe gehoben. Im Projekt wurden von April 2004 bis September 2005 bspw. Leitfäden zur Umsetzung von Gender Mainstreaming entwickelt, die den umfassenden Einstieg in die Thematik und die Umsetzung in der täglichen Arbeit unterstützen.

Von diesen Arbeiten profitieren heute zahlreiche andere Einrichtungen, da sie richtungsweisende Grundlagen bilden und gleichzeitig über Anwendungsbeispiele aufgezeigt wird, wie Gender Mainstreaming ganz praktisch machbar ist und welchen Gewinn dies für die Facharbeit bringt (ausführlicher Projektbericht).

Die Vorreiterrolle des Nationalpark Eifel wird mit der aktuellen Debatte nun entsprechend gewürdigt. Es bleibt zu wünschen, dass die Berichterstattung in Zukunft über bruchstückhafte Darstellungen hinausgeht. Dies trägt zum einen zur weiteren Verbreitung und Nutzung der Leitfäden bei. Zum anderen führt eine solche umfassende und selbstverständliche Auseinandersetzung mit Gender Mainstreaming dazu, dass dieses wichtige Thema in weitere gesellschaftliche Bereiche Einzug hält.