Bereichsbild Mobilität und Lebensstilanalysen: Bildausschnitt unscharfe Joggerbeine

Mobilität und Lebensstilanalysen

 

Projekt:

Kundenpotenziale für neue Zeitkarten

Projektleitung:

Dr. Konrad Götz

Bearbeitung:

Dr. Konrad Götz
Barbara Birzle-Harder
Bente Zahl

Auftraggeber:

Rhein-Main-
Verkehrsverbund (RMV)

Laufzeit:

12/2001-04/2002
abgeschlossen

Kundenpotenziale für neue Zeitkarten

Die Kundenbedürfnisse müssen das Angebot bestimmen. Das zum Zeitpunkt der Untersuchung vorliegende Zeitkartenangebot des RMV beschränkte sich auf Tages-, Wochen-, Monats- und Jahreskarten und sprach vor allem Berufspendler und Auszubildende an. Von Interesse war daher, welche neuen Zeitkarten die Attraktivität des ÖPNV langfristig erhöhen könnten und auf welche Weise auch Gelegenheitsnutzer langfristig an den Rhein-Main-Verkehrsverbund gebunden werden können.

Das ISOE untersuchte diese Fragen im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV). Ziel des Projekts war es, attraktive Zeitkartenmodelle für verschiedene Zielgruppen des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV) im Bereich Freizeit- und Gelegenheitsverkehr zu entwickeln. In acht kreativen Gruppendiskussionen wurden die Wünsche und Bedürfnisse dieser Zielgruppen ausgelotet. Hausfrauen, Seniorinnen, Schüler und Praktikantinnen, aber auch Berufstätige, die bisher keine Wochen-, Monats- oder Jahreskarte besitzen, wurden als Zielgruppen einbezogen. Dabei erarbeiteten die Gruppen Ideen für eine innovative Tarifgestaltung. Auch die alten Zeitkartenmodelle wurden auf ihre Attraktivität und eventuelle Verbesserungsmöglichkeiten hin überprüft und Veränderungsvorschläge entwickelt.

Der RMV ist einer der größten Verkehrsverbünde Deutschlands, der sehr unterschiedlich strukturierte Regionen vereint. Im Projekt wurde daher ein besonderes Augenmerk auf die räumlichen Unterschiede (Groß-, Mittel-, Kleinstädte und ländlicher Raum) gelegt. Gruppendiskussionen mit je acht bis zehn Teilnehmenden fanden mit Personen aus Frankfurt am Main und dem Umland statt; die zweite Hälfte der Gruppendiskussionen mit ebenso vielen Teilnehmenden aus der Stadt bzw. dem Landkreis Giessen.

Die in der Studie gewonnenen Ergebnisse sowie die entwickelten Prototypen für neue Zeitkartenmodelle sollen in einer zweiten, repräsentativen Studie quantifiziert werden. Eine sozialwissenschaftliche Marktanalyse über ein elektronisches Tarifsystem im Auftrag des Rhein-Main-Verkehrsverbundes wurde mit einer Präsentation in Hofheim im Januar 2004 abgeschlossen.