Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

ISOE-Lecture „Nachhaltige Wissenschaft“

Wissen für Übergänge in eine nachhaltige Entwicklung

Wissen ist eine zentrale Voraussetzung für einen nachhaltigen Umgang mit unseren natürlichen Lebensgrundlagen. Nachhaltige Entwicklung wirft jedoch zugleich die Frage nach dem Zusammenhang von Wissen und Handeln auf. Wissenschaft und Hochschulen sind aufgefordert, diese Übergänge in eine nachhaltige Entwicklung als Forschungsfrage aufzugreifen. Daraus ergeben sich wichtige Fragen für die aktuelle wissenschaftspolitische Diskussion: Welche Nachhaltigkeitsforschung brauchen wir, und in welchem Verhältnis muss sie zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik stehen, um die globalen sozial-ökologischen Herausforderungen der Zukunft bewältigen zu können? Was bedeutet es für die Hochschulen, wenn sie sich unter das Leitbild der nachhaltigen Entwicklung stellen? Gibt es eine „nachhaltige Wissenschaft“? Und wie muss sich schließlich das Wissenschaftssystem verändern, um Übergänge in eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen und unterstützen zu können?

Eine Konsequenz scheint unausweichlich: Wenn Wissenschaft Auswege aus der Krise aufzeigt, also Wissen für Übergänge in eine nachhaltige Entwicklung erzeugt, wird sie mit institutionellem Wissen und den Erfahrungen verschiedenster Akteure aus Politik, Wirtschaft und Zivilgesellschaft konfrontiert. Das Verhältnis dieses Wissens zum wissenschaftlichen Wissen ist häufig jedoch unklar oder gar umstritten. Mit diesem Spannungsverhältnis ist zugleich auch die Beziehung zwischen grundlagenbezogener und anwendungsorientierter Forschung angesprochen, ebenso wie das Verhältnis zwischen universitärer und außeruniversitärer Forschung.

Die jeweils im Wintersemester stattfindende ISOE-Lecture widmet sich diesen und weiteren Fragen der Nachhaltigkeitsforschung. Die Veranstaltungsreihe möchte insbesondere Studierenden und jungen WissenschaftlerInnen Denkanstöße geben, wie Übergänge in eine nachhaltige Entwicklung gelingen können und welche Rolle der Hochschule und der Wissenschaft dabei zukommt.

Diana Hummel

Ansprechpartnerin

Diana Hummel
Tel. 069 707 69 19-33
hummel(at)isoe.de