Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

ISOE-Tagung 2012

Tagungsbilanz

Die Ausgangsfrage der Tagung „wahrhaft nützlich“ lautete: Welche Nachhaltigkeitsforschung brauchen wir, um die globalen sozial-ökologischen Herausforderungen der Zukunft besser bewältigen zu können? Und in welchem Verhältnis muss sie zu Gesellschaft, Wirtschaft und Politik stehen?

Die Diskussionen in den Workshops „Wasserressourcen und Wasserinfrastrukturen“, „Energie und Konsum“, „Elektromobilität und Verkehr“ und „Ernährungssicherung und Biodiversität“ thematisierten drängende Probleme und Forschungsfragen. Einige Erkenntnisse, Herausforderungen und Forschungsbedarfe für die Nachhaltigkeitsforschung sind nicht nur transformationsfeldspezifisch, sondern themenübergreifend. Klimawandel, demografischer Wandel und Urbanisierung bestimmen bereits heute den Diskurs über Anpassungserfordernisse der Infrastrukturen und Versorgungssysteme, in der Praxis beherrschen jedoch Pfadabhängigkeiten die Gestaltung. So wird auch die Verknüpfung der Transformationsfelder bei der Lösungssuche bisher zu wenig berücksichtigt. Entstehende gesellschaftliche Phänomene wie neue Konsumentenrollen (der sogenannte Prosumer) oder neue Konsummuster (Collaborative consumption) wissenschaftlich zu fassen, ist eine weitere Herausforderung für die Forschung. Nicht zuletzt stößt man auch in den Transformationsprozessen auf Macht- und Gerechtigkeitsfragen, die analysiert und aufgegriffen werden müssen.

Damit systemübergreifende, ganzheitliche und integrative Konzepte entwickelt werden können, muss die Wissenschaft interdisziplinär aufgestellt und der Forschungsprozess transdisziplinär gestaltet werden. Der transdisziplinäre Forschungsmodus ist die geeignete Form, um gesellschaftliche Probleme wie die oben genenannten wissenschaftlich zu bearbeiten, da er die Forschung als Lernprozess zwischen Wissenschaft und außerwissenschaftlichen Gesellschaftsgruppen begreift. So werden die verschiedenen Wissenshintergründe von der Problemdefinition bis zur Bewertung im methodisch geregelten Austausch mit gesellschaftlichen Gruppen berücksichtigt.

Wenn die Nachhaltigkeitsforschung also den Anspruch hat, gesellschaftliche Themen zu bearbeiten, sind mehr Partizipation und Transparenz unerlässlich. Dies beginnt bei der Themensetzung in der Wissenschaftspolitik und Forschungspraxis und geht bis zur Bewertung und Umsetzung von Forschungsergebnissen.

Ausführliche Tagungsbilanz (pdf, 86 KB)

  • ISOE-Tagung 2012 - Abschlusspanel
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Institutsbericht 2016

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