Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

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Science Slam „Wissenschaftsgeschichten im Anthropozän“

Der Begriff Anthropozän – Menschenzeit – markiert das Ende der erdgeschichtlich relativ stabilen Epoche des Holozäns und den Beginn eines Zeitalters, in dem der Mensch und sein Verhalten zum wichtigsten geologischen Faktor geworden sind. Heute stehen Klimawandel, Artensterben, Wüstenbildung oder die Versauerung der Meere für die Schattenseiten dieser wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Umwälzung.

Mit dem Science Slam „Wissenschaftsgeschichten im Anthropozän“  haben wir jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern die Möglichkeit geboten, von diesen neuartigen und existentiellen Problemen des Globalen Wandels und ihren Ursachen zu erzählen und Wege in eine nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung aufzuzeigen. Vier SlammerInnen haben den Abend bestritten:

  • Mehmet H. Aksözen beschäftigte sich mit Gebäuden, die sich je nach Alter in ihrer Energieeffizienz unterscheiden. Er hat herausgefunden, dass alte Gebäude durchaus energieeffizient sein können.
  • Constantin Alexander erforschte das Stadtquartier als Möglichkeitsraum am Beispiel des Ihmezentrums in Hannover. Dort wohnt er auch selbst weiterhin und beobachtet, wie die Transformation hin zu einem nachhaltigen Quartier gelingen kann.
  • Diana Bowler stellte fest: "Some like it hot" und fragte: "Which species might tolerate climate change?" Sie regte das Publikum an, in Form von "Citizen Science" selbst am Forschungsprozess teilzunehmen, denn die Daten, die sie verwendete, stammen weitgehend von interessierten BürgerInnen, die detaillierte Vogelbeobachtungen gemacht haben.
  • Lukas Drees erklärte, warum die Beschäftigung mit Klimafolgen eine Aufgabe für Natur- & Sozialwissenschaften …und einen Pastor ist. Dabei machte er einen Ausflug zu seinem Forschungsprojekt "micle" in dem er Migrationsbewegungen aufgrund des Klimawandels erforscht hat.

Improvisationstheater zum Einstieg - ein "Storytelling" der etwas anderen Art

Zum Auftakt spielte das "fast forward theatre", um auf neue Formen der Wissensvermittlung und des Geschichtenerzählens einzustimmen. Zwei SchauspielerInnen nahmen Begriffe aus dem Publikum auf und begannen witzige, kurzweilige Szenen zu spielen, die Erfahrungen reflektierten oder Gewohntes in einen neuen Kontext zu setzen vermochten.

Der Science Slam fand am 9. November 2016 im Museum Angewandte Kunst in Frankfurt am Main statt.


Weitere Infos gibt es auch auf der Facebook-Seite.

Videos der einzelnen Beiträge gibt es auf https://vimeo.com/album/4306838

Institutsbericht 2016

Institutsbericht 2016
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