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Podiumsdiskussion mit Fred Pearce, Mary Seely und Thomas Kluge:
Moderation: Engelbert Schramm, Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE)
Datum: Mittwoch, 20. Juni 2007, 19.30 Uhr
Ort: SAALBAU Gutleut, Rottweiler Straße 32, 60327
Frankfurt am Main Dienstag, 19. Juni 2007, 11.00 Uhr im Institut für sozial-ökologische
Forschung (ISOE), Hamburger Allee 45, 60486 Frankfurt am Main,
Pressemitteilung als
pdf Obwohl die Erdoberfläche zu etwa zwei Dritteln aus Wasser
besteht, haben rund eine Milliarde Menschen keinen Zugang zu sauberem
Trinkwasser. Nach Schätzungen der Vereinten Nationen wird sich diese Zahl bis
zum Jahr 2050 vervielfachen. Bereits heute sind vor allem die ärmsten Gebiete
der Erde vom Wassermangel betroffen. Anpassungsstrategien für die Bevölkerung
sind nötig, um Trockenperioden besser überstehen zu können, wie Mary Seely
meint. Sie befasst sich seit mehr als 40 Jahren mit Ökologie im trockenen
Namibia und hat als Gründerin und Direktorin der Desert Research Foundation of
Namibia (DRFN) einen wesentlichen Beitrag zum Empowerment der armen ländlichen
Bevölkerung geleistet.
Die ungleichmäßige Verteilung des Wassers und die krisenhafte
Entwicklung der weltweiten Wasservorkommen werden aber zusätzlich verschärft
durch den Klimawandel, denn zunehmende Verdunstung durch die Erderwärmung
bedeutet gleichzeitig Beschleunigung des Wasserkreislaufs. Die Folgen der
klimatischen Veränderungen betreffen die Menschen in der nördlichen Welt
genauso wie die Menschen auf der Südhalbkugel. Doch die konkreten Auswirkungen
des Klimawandels sehen regional sehr verschieden aus: Die regenarmen Gebiete
sind von noch weniger, die regenreichen von noch häufigeren Niederschlägen
betroffen. So verschärfen sich die Extreme. Fluten, Dürre und Hitzeperioden
wechseln häufiger.
Fred Pearce entwickelt in seinem kürzlich erschienenen Buch
"Wenn die Flüsse versiegen" eine globale Perspektive auf die Wasserprobleme der
Gegenwart und Zukunft. Er plädiert für eine "Blaue Revolution", um die
lebensnotwendige Ressource Wasser für nachfolgende Generationen dauerhaft zu
sichern. Eine allgemeingültige Lösung für die weltweiten Wasserprobleme wird es
jedoch nicht geben können. Mary Seely, Fred Pearce und Thomas Kluge diskutieren
daher, welche Wasserpolitik und Wasserforschung erforderlich ist, um diesen
Herausforderungen angemessen begegnen zu können. Aus Sicht des Instituts für
sozial-ökologische Forschung (ISOE) sind nachhaltige Lösungen zu entwickeln,
die lokal angepasst sind, neues und traditionelles Wissen intelligent
kombinieren und veränderte Politikformen voraussetzen.
Rückfragen unter 069 - 7076919 0 oder info@isoe.de,
Flyer als pdf (401
kb), Pressemitteilung vom 12. Juni 2007 als
pdf - Pressemitteilung Einladung zum Pressegespräch anläßlich der Podiumsdiskussion
Blauer Planet mit Durst: