Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

19.07.2017

Alternative zum Auto: Cargobike-Sharing für Alltagsstrecken

In Kopenhagen und Amsterdam hat der Trend seinen Anfang genommen, inzwischen gehören moderne Cargobikes in immer mehr europäischen Metropolen zum Stadtbild. Ähnlich wie Fahrradanhänger ermöglichen sie den bequemen Transport von allem, was zu groß für den Gepäckträger ist und deshalb aber nicht notwendigerweise nach einem Auto verlangt. Immer öfter sorgt dabei ein Elektroantrieb für Fahrspaß auch für längere Strecken und am Berg. Somit gelten die modernen Cargobikes auf vielen Alltagsstrecken als attraktive und preisgünstige Alternative zum Auto. Sie eignen sich zudem zum „Sharing“ in Wohninitiativen. Ein aktuelles Fact Sheet des Forschungsprojekts WohnMobil umfasst hierfür Tipps für Anschaffung und Betrieb.


Cargobike

(Foto: Butchers & Bicycles)

Es sind häufig die größeren Markteinkäufe, das Leergut oder die Getränkekisten, die man regelmäßig, aber nicht täglich transportieren muss. Cargobikes – oder Lastenräder – bieten sich für ausgewählte Alltagsstrecken an, zumal auch Kinder sich gerne damit durch die Gegend fahren lassen. Für Genossenschaften und Baugruppen des gemeinschaftlichen Wohnens sind sie regelrecht prädestiniert, denn durch eine gemeinschaftliche Nutzung können Kosten und Abstellflächen gespart werden. Aber welche Fragen sind vor einer gemeinschaftlichen Anschaffung zu klären? Wie lässt sich ein Sharing-System sinnvoll umsetzen? Und welche Cargobikes eignen sich für wen? Im WohnMobil-Fact Sheet „Cargobike-Sharing für Wohninitiativen“ werden diese Fragen beantwortet und Kostenbeispiele für die Anschaffung aufgeführt. Es steht zum Download zur Verfügung.

Das Fact Sheet ist im Rahmen des Forschungsprojekts WohnMobil entstanden. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung und das Öko-Institut nehmen in dem Projekt gemeinschaftliche Wohninitiativen in den Blick. Dabei geht es darum, tragfähige Geschäfts- und Umsetzungsmodelle für innovative Wohnformen zu entwickeln. Denn die Nachfrage an gemeinschaftlichen Wohnformen wächst. Wie aber gemeinschaftlich nutzbare Mobilitätsangebote, Räume, Gärten, Werkzeugpools selbstorgansiert entstehen, was Treiber und Hemmnisse dabei sind, dazu sind bisher noch kaum Erkenntnisse vorhanden. Das Projektteam von WohnMobil untersucht in Zusammenarbeit mit Praxispartnern aus Wohnungsunternehmen und Wohninitiativen die Angebotsentwicklung und die Erfahrungen, um sie für die sozial-ökologische Transformation im Bereich Wohnen und Mobilität zu verallgemeinern. Auf der Projekthomepage www.wohnmobil-projekt.de werden Forschungsergebnisse und praxisrelevante Ergebnisse vorgestellt. Dazu gehört auch ein weiteres aktuelles Fact Sheet, das sich dem Thema „Car-Sharing für Wohninitiativen“ widmet.

Das Projekt „WohnMobil – Innovative Wohnformen und Mobilitätsdienstleistungen in Geschäftsmodellen verknüpfen. Wohnungsunternehmen und -initiativen als Impulsgeber und Akteure des sozial-ökologischen Wandels“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Forschungspartner sind das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, das Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW), das Öko-Institut e.V. sowie der Bundesverband Baugemeinschaften e.V.


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