Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

24.04.2017

Das ISOE unterstützt den „March for Science“

Am 22. April – dem Tag der Erde – fand in mehr als 500 Städten der Welt der „March for Science“ statt. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung unterstützt die internationale Allianz und beteiligte sich an der Kundgebung in Frankfurt am Main. Das Institut möchte damit in Zeiten inszenierter Wahrheiten und Fakten auf die Bedeutung unabhängiger und kritischer Wissenschaft und Forschung für die Gesellschaft aufmerksam machen.


March for Science Frankfurt am Main

Die Suche nach Lösungen für komplexe globale Probleme braucht eine unabhängige und kritische Wissenschaft und Forschung. Um deren Potenzial entfalten zu können, müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Vielfalt und über die Disziplingrenzen hinweg uneingeschränkt und auf Augenhöhe miteinander frei arbeiten können. Nur so können so wichtige Abkommen wie das Pariser Klimaschutzabkommen oder die Sustainable Development Goals (SDGs) zustande kommen.

„Dafür braucht die Wissenschaft aber auch den konstruktiven Austausch mit der Gesellschaft“, sagt Thomas Jahn, Sprecher der Institutsleitung des ISOE. Das ISOE arbeite in seinen Forschungsprojekten immer mit der Offenheit für gegenseitiges Lernen und für einen produktiven Umgang mit unterschiedlichen Erwartungen und Ansprüchen von Wissenschaft und Gesellschaft. „So können wir den gezielten Irritationen und Störungen populistischer Bewegungen sehr wohl etwas entgegensetzen“, betont Jahn. „Alternative Fakten“ dürften nicht zum Maßstab für politische Entscheidungen werden.

Akzeptanz der Wissenschaft fördern – „Nicht-Wissen“ thematisieren

„Wir wissen, dass es keine einfachen Lösungen gibt“, meint Thomas Jahn, dafür seien die globalen Herausforderungen zu komplex. „Wenn wir von wissenschaftlich fundierten Fakten sprechen, die wir in transdisziplinären Forschungsprozessen mit gesellschaftlichen Akteuren ermittelt haben, und wenn wir ernst genommen werden wollen, dann müssen wir auch thematisieren, dass wir vieles nicht wissen und zu vielen Fragen neues Wissen erst erarbeiten müssen.“ Unsicheres Wissen und Nicht-Wissen seien Bestandteil der Forschung und müssten stärker anerkannt werden. Dies sei eine wichtige Voraussetzung für die Akzeptanz der Wissenschaft in der Gesellschaft.

Die Veranstaltung „March for Science“ ist unabhängig und überparteilich, das ISOE hat gemeinsam mit anderen namhaften wissenschaftlichen Einrichtungen in Deutschland zur Beteiligung aufgerufen:

marchforscience.de/unterstuetzer

 

 


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Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

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