Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

29.09.2017

Einfamilienhaus in der Krise? – Forschungsergebnisse zur Zukunft eines Wohnideals

Seit Generationen ist das eigene Haus die beliebteste Wohnform. Doch was wird aus diesem Wohnideal in Zeiten von Finanzkrisen, Mobilitätsdruck und demografischem Wandel? Im Forschungsprojekt Homes-uP hat ein interdisziplinäres Team untersucht, welche Herausforderungen auf das Immobilienmarktsegment Einfamilienhaus zukommen. Am 29. November präsentieren die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Akteuren der Praxis ihre Ergebnisse in Frankfurt am Main.


Einfamilienhaus

Einfamilienhäuser machen hierzulande mehr als zwei Drittel aller Wohngebäude aus. Europaweit leben mehr als die Hälfte der Menschen in Einfamilienhäusern, ähnlich sieht es in Japan und den USA aus. Doch die Zukunft dieses Immobilienmarktsegmentes ist ungewiss. Welche Entwicklung wird das Einfamilienhaus in den nächsten Jahren und Jahrzehnten nehmen? Was passiert zum Beispiel, wenn die Zahl der Haushalte sinkt, sich Familienstrukturen ändern, wenn junge Leute auf dem Arbeitsmarkt flexibel sein und häufig den Wohnort wechseln müssen? Wie wirkt sich ein Preisverfall am Immobilienmarkt in Randlagen aus, der einerseits dazu führt, dass sich das Wohneigentum als wichtiger Teil der Altersvorsorge nicht mehr rechnet, der aber andererseits begünstigt, dass sich auch Menschen ein Haus kaufen können, deren Einkommen bisher dafür nicht ausreichte.

Im Projekt „Homes-uP – Single Family Homes under Pressure?“ unter Leitung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) wurden diese Fragen von fünf wissenschaftlichen Einrichtungen untersucht, darunter das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung. Die Ergebnisse und Schlussfolgerungen präsentiert das Forschungsteam nun Akteuren der Praxis. Denn Bürgermeister, Stadtplaner, Makler, Architekten oder Hausbesitzer sollten sich frühzeitig den Herausforderungen stellen können, die sich langfristig für das Einfamilienhaus am Immobilienmarkt ergeben. Auf der Basis ihrer Untersuchungen haben die ForscherInnen Handlungsempfehlungen entwickelt. Außerdem stellen sie drei verschiedene Szenarien vor, die aufzeigen, wie die Zukunft von Einfamilienhausgebieten in 30 Jahren aussehen könnte. Fallbeispiele aus der Praxis werden bei der Transferkonferenz am 29. November in Frankfurt am Main ebenfalls präsentiert und zur Diskussion gestellt.


Transferkonferenz für Praxis-Akteure
„Die Zukunftsfähigkeit der Einfamilienhausbestände – Problemlagen, Handlungsansätze, Szenarien 2050“

29. November 2017, 10–17 Uhr

Haus am Dom, Bildungs- und Kulturzentrum
Domplatz 3, 60311 Frankfurt am Main


Weitere Informationen und Anmeldung: homes-up-transfer.ioer.info 

Die Plätze sind begrenzt, eine Anmeldung bis 15.11.2017 ist erforderlich.

Mitglieder der Architekten- und Stadtplanerkammer Hessen (AKH) können mit der Teilnahme an der Fachtagung sechs Fortbildungspunkte erwerben.

Kontakt im Leibniz-Institut für ökologische Raumentwicklung:
Dr. Maja Lorbek, Telefon: (0351) 46 79-258, E-Mail: M.Lorbek(at)ioer.de


Hintergrund

Das Projekt „Homes-uP – Single Family Homes under Pressure“ untersucht unter Leitung des Leibniz-Instituts für ökologische Raumentwicklung (IÖR) gemeinsam mit deutschen und internationalen Partnern Entwicklungen in einem der wichtigsten Immobilienmarktsegmente. Das Projekt erhält eine dreijährige Förderung im Rahmen des Leibniz-Wettbewerbes/Förderlinie 2 „Nationale und internationale Vernetzung“. Zu den deutschen Forschungspartnern gehören: das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung – ifo Dresden, das ILS – Institut für Landes- und Stadtentwicklungsforschung, das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung und das Zentrum für Europäische Wirtschaftsförderung (ZEW). Internationale Kooperationspartner sind: die Saxion University of Applied Sciences (Niederlande), die Nagoya University (Japan), The Ohio State University (USA) und die University of St. Andrews (Schottland).  [homes-up.ioer.eu]


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Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

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