Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

31.03.2017

Jugend in der Stadt für Morgen – Welche Rolle spielen die Jüngeren für die Mobilität der Zukunft?

Immer mehr Menschen zieht es in die Städte, und sie wollen dort so mobil wie möglich sein. Damit gewinnen die Fragen nach einer zukunftsfähigen Mobilität an Dringlichkeit: Wie bewegen sich die BewohnerInnen von heute und die der Zukunft durch die Städte? Ändern sich die Muster der Mobilität und die grundsätzlichen Einstellungen zur Fortbewegung? Welche Rolle spielen die Jüngeren für eine nachhaltige Gestaltung des Stadtverkehrs? Diesen Fragen widmete sich das Jugendforum beim UBA Forum mobil & nachhaltig Ende März, das ISOE-Forscher Konrad Götz geleitet hat.


Vernetzte Verkehrmittel

Zu den drängendsten Fragen im Hinblick auf den Verkehr in Ballungsräumen gehört die nach einer möglichen Reduktion der Autonutzung. Jahrzehntelang war das Auto mit Verbrennungsmotor das dominierende Verkehrsmittel. Heute ist klar, dass dies den modernen Anforderungen an den Umwelt- und Gesundheitsschutz nicht mehr entspricht und dass die Lebensqualität darunter leidet. Umso wichtiger ist es zu wissen, wie sich die jüngere Generation dazu verhält. Haben Jugendliche andere Vorstellungen von Mobilität als die älteren Generationen? Wie soll eine Stadt gestaltet sein, die eine gute Lebens- und Aufenthaltsqualität hat?

Konrad Götz, Lebensstilforscher am ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, hat diese Fragen beim UBA Jugendforum am 31. März in Berlin aufgegriffen. Zum Auftakt des Jugendforums stellte der Soziologe Befragungsergebnisse des ISOE vor. Anschließend haben angehende Stadt- und RegionalplanerInnen, zukünftige LandschaftsarchitektInnen und ein junger Mobilitätsforscher ihre Vorschläge für die Gestaltung einer neuen Mobilität in der zukünftigen Stadt vorgestellt.

Kein Widerspruch: Nachhaltige Mobilität setzt sich auch ohne besonderes Umweltbewusstsein der Jüngeren durch

Die neuen Techniken, vor allem die Smartphone-Apps, machen es möglich, dass alle Verkehrsmittel und Fortbewegungsformen für die alltägliche Bedürfnis- und Wunscherfüllung genutzt und miteinander kombiniert werden können. Bei dieser Art der Multioptionalität wird immer genau das Verkehrsmittel genutzt, welches für den jeweiligen Weg am sinnvollsten ist: das Leihfahrrad am Bahnhof nach Ankunft des Zuges oder das Carsharing-Auto, wenn der öffentliche Verkehr Ziele im ländlichen Raum nicht mehr anfährt.

„Wir sehen, dass die Wichtigkeit der jahrzehntelang dominierenden Technik im Stadtverkehr – das eigene Auto – abnimmt, wenn die virtuelle Verfügbarkeit von Verkehrsmittelnetzen eine reale Entsprechung in der Infrastruktur der Großstädte findet.“ Dies bedeute, dass eine nachhaltige Mobilität möglich werde, obwohl bei den Jüngeren kein besonders starkes Umweltbewusstsein vorhanden sei. Ausschlaggebend sei vielmehr, dass die neue kombinierte Mobilität praktisch, bequem und bezahlbar sei.
Konrad Götz ist im Zuge des Jugendforums zusammen mit angehenden Stadt- und VerkehrsplanerInnen sowie mit Mobilitätsforschern darauf eingegangen, welche Impulse die zukunftsfähige Stadt braucht, damit eine neue Mobilitätskultur möglich wird. Das UBA Forum mobil & nachhaltig fand am 30. und 31. März in Berlin statt. https://www.umweltbundesamt.de/service/termine/die-stadt-fuer-morgen-konferenz-des


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