Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

08.12.2017

Lebensmittelverpackungen: Alternativen zu Plastik, Alu & Co.

Lebensmittelverpackungen sind so nützlich wie umstritten. Plastik, Karton oder Aluminium – mit diesen Materialien sind Lebensmittel von der Produktion über den Transport bis zum Verzehr gut geschützt. Doch Herstellung und Entsorgung belasten die Umwelt. Zudem können die Materialien bedenkliche Stoffe enthalten. Mit möglichen Lösungen für das Verpackungsproblem beschäftigte sich am 7. Dezember eine Tagung der Verbraucherzentrale Hessen in Frankfurt am Main. ISOE-Forscherin Carolin Völker gehörte der Diskussionsrunde um die Frage „Gibt es Alternativen zu Plastik, Alu & Co.?“ an.


Plastikverpackungen

Ob Food to go, in Plastik verpacktes Gemüse und Obst oder Kleinstverpackungen für Single-Haushalte. Die Zahl der Lebensmittelverpackungen steigt. So werden einer aktuellen Studie des NABU zufolge in Deutschland 63 Prozent des frischen Obstes und Gemüses vorverpackt angeboten. Die Verpackungen machen die Lebensmittel länger haltbar und ermöglichen weite Transportwege. Die meisten Kunststoffe sind jedoch biologisch nicht abbaubar. So kommen zu dem für die Herstellung nötigen Energie- und Ressourcenverbrauch noch Entsorgungsprobleme hinzu.

Darüber hinaus können gesundheitlich bedenkliche Stoffe aus Verpackungen wie Mineralölverbindungen aus Druckfarben in Lebensmittel übergehen. Bieten Bio-Kunststoffe, die Initiative „Becher-Bonus“ oder der Verzicht durch Einkauf in Unverpacktläden für die Konsumenten Wege aus der Misere? Oder sind Hersteller und Handel gefordert, flächendeckende Lösungen anzubieten?

Mit ExpertInnen diskutieren: Gesundheits- und Umweltaspekte von Verpackungen

Mit Fragen wie diesen beschäftigte sich die Tagung „Lebensmittelverpackungen – Alles in Plastik?“ der Verbraucherzentrale Hessen. ExpertInnen aus Forschung und Lebensmittelüberwachung informierten in Kurzvorträgen über Gesundheits- und Umweltaspekte von Verpackungen. Lösungsansätze wurden in einer anschließenden Gesprächsrunde gemeinsam mit den TagungsteilnehmerInnen diskutiert.

Carolin Völker vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung ging im Zuge der Tagung näher auf Umweltauswirkungen von Plastikverpackungen ein. Die Ökotoxikologin leitet am ISOE die Forschungsgruppe „PlastX“, die sich unter anderem mit Fragen zu nachhaltigem Konsum und Alternativen zu Kunststoff in Verpackungen beschäftigt.

Zum Programm der Tagung „Lebensmittelverpackungen: Alles in Plastik? Perspektiven für Gesundheit und Umwelt“ https://www.verbraucherzentrale-hessen.de/pressemeldungen/lebensmittel/lebensmittelverpackungen-alles-in-plastik-19748


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