Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

10.01.2017

netWORKS 4 – Was können städtische Versorgungssysteme zur klimagerechten Stadtentwicklung beitragen?

Für die Gestaltung klimagerechter Städte spielen die Wasserinfrastrukturen eine zentrale Rolle. Sie müssen robust sein, „resilient“ gegenüber den Folgen des Klimawandels wie Starkniederschlägen oder Hitzeperioden. Zugleich müssen sie den ressourcenschonenden Umgang mit Wasser in der Stadt unterstützen. Um das zu leisten, könnte die Verknüpfung von grauen, blauen und grünen Infrastrukturen sinnvoll sein. Doch wie könnten solche Verknüpfungen von Wasserleitungen, Kanalisationen und zum Beispiel Bachläufen oder Parkflächen aussehen? Und wie könnte damit die „Klimagerechtigkeit“ für die Stadtbewohner verbessert werden? Dies wird in dem neuen Forschungsprojekt netWORKS 4 untersucht.


Person mit Gummistiefeln und Regenschirm

Stadtentwicklung und Wasserinfrastruktur sind eng miteinander verwoben. Ohne ausreichende Wasserversorgung und Abwasserentsorgung ist städtische Entwicklung nicht denkbar. Umgekehrt muss die Wasserinfrastruktur neue Entwicklungen bei ihrem Aus- oder Umbau aufgreifen können. Somit ist sie nicht nur Drehscheibe für Stoff- und Ressourcenflüsse einer Stadt. Der Wasserinfrastruktur kommt zugleich eine Vermittlungsfunktion zwischen Gesellschaft und Natur zu.

Von den Stadtbewohnern wird diese wichtige Funktion allerdings kaum bewusst wahrgenommen, zu wenig sichtbar sind die größtenteils unterirdischen Wasserinfrastrukturen. „Auffällig“ werden sie jedoch dann, wenn sie als unzureichend eingeschätzt werden, wie zum Beispiel bei Überschwemmungen nach Starkregenereignissen. Diese nehmen, wie andere Folgen des Klimawandels, zu. Und auch Hochwasser, Hitze- und Trockenperioden stellen die bestehenden Wasserinfrastrukturen und Konzepte der Siedlungswasserwirtschaft vor große Herausforderungen.

Ressourcenschonende Lösungen für die klimagerechte Stadt der Zukunft

Die Forschungspartner von netWORKS 4 wollen Dialogprozesse zwischen den für die Stadtentwicklung und die Infrastrukturentwicklung verantwortlichen Personen anstoßen, um gemeinsam zukunftsfähige Lösungen zu finden, die den sich ändernden klimatischen Bedingungen standhalten. Dafür untersuchen sie im Projekt Ansatzpunkte zur integrierten Planung und Kopplung von grauen (Wasserversorgung und Abwasserentsorgung), grünen (Parks und Grünflächen) und blauen (Bäche und Wasserflächen) Infrastrukturen. Die Forschungsarbeiten zu möglichen Kopplungen dieser Infrastrukturen beziehen sich zunächst auf die beiden Städte Norderstedt und Berlin.

Partner im Projekt unter der Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung sind das Deutsche Institut für Urbanistik, das Kompetenzzentrum Wasser Berlin sowie die Berliner Wasserbetriebe. Assoziierte Städtepartner sind die Stadt Norderstedt und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt in Berlin. Das Forschungsprojekt „Resilient networks: Beiträge von städtischen Versorgungssystemen zur Klimagerechtigkeit (netWORKS 4)“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Fördermaßnahme „Transformation urbaner Räume“ des Förderschwerpunkts Sozial-ökologische Forschung gefördert.

Mehr zum Projekt


Weiter empfehlen:

Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

Newsletter abonnieren