Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

12.09.2017

Neue Plattform für die transdisziplinäre Forschung gestartet

Transdisziplinäre Forschung trägt dazu bei, komplexe gesellschaftliche Probleme zu lösen. Doch wie kann das Potenzial dieses Forschungsansatzes, der sich über Disziplingrenzen hinweg auch für „Erfahrungs- und Alltagswissen“ öffnet, optimal entfaltet werden? Das Projekt TransImpact fragt nach den Gestaltungsmöglichkeiten für einen wirkungsvollen transdisziplinären Forschungsprozess und sucht hierfür den Dialog mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Forschungsförderung. Für den Erfahrungsaustausch steht jetzt die Internetplattform „td Academy“ zur Verfügung.


td Academy

Zur Bearbeitung komplexer gesellschaftlicher Herausforderungen wird immer häufiger ein transdisziplinärer Forschungsmodus angewendet. Die Öffnung für nicht-wissenschaftliches Wissen erklärt sich mit dem Bedarf an neuem Wissen für gesellschaftliche Probleme mit komplexer Struktur. Beispielhaft dafür stehen etwa Umweltbelastungen – sie sind auf den ersten Blick Ergebnisse aus sozialem Handeln und ökologischen Effekten. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich aber vielschichtige Prozesse, in die zahlreiche Akteure involviert sind.

Transdisziplinäre Forschung reagiert auf diese Komplexität. Ihre Methoden sind geeignet, sowohl sozial- und naturwissenschaftliche Erkenntnisse aufeinander zu beziehen als auch wertvolles nicht-wissenschaftliches Wissen zu berücksichtigen. Doch je populärer der Forschungsmodus wird – immer häufiger fordern Forschungsprogramme ausdrücklich einen transdisziplinären Ansatz –, umso breiter geht er in die Anwendung. Und umso mehr stellt sich die Frage, welche Methoden und Qualitätskriterien zu einer wirkungsvollen transdisziplinären Forschung führen.

Virtuelle Akademie für transdisziplinäre Forschung

Das Projekt TransImpact unter der Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung analysiert, auf welche Weise und mit welchen Methoden transdisziplinäres Forschen die gewünschten gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wirkungen befördern kann. Auf der im Projekt entwickelten Plattform td Academy soll nun schrittweise durch interaktiven Austausch zwischen Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Gesellschaft und Forschungsförderung eine Wissensbasis für qualitativ hochwertige transdisziplinäre Forschung entstehen. Im Kern geht es um die vier Themen Problemkonstitution, Partizipation gesellschaftlicher Akteure, Wissensintegration und Übertragbarkeit der Ergebnisse.

Für jedes Thema wird die Wissensplattform Gestaltungsmöglichkeiten und Methoden anbieten, mit deren Hilfe transdisziplinär Forschende das Potenzial zur Wirksamkeit ihrer Projekte erhöhen können. Interessierte können ihre Erfahrungen und Fragen mitteilen und die Ergebnisse des Dialogprozesses für ihre eigene Arbeit nutzen. Derzeit sind bereits die Zwischenergebnisse im Themenschwerpunkt „Problemkonstitution“ online, der Schwerpunkt „Partizipation“ folgt in den kommenden Wochen. Im Laufe des nächsten Jahres werden dann die weiteren Themen zur Verfügung gestellt. Langfristig soll aus der Wissensplattform eine umfassende virtuelle Akademie für transdisziplinäre Forschung, die td Academy, werden.

Die td Academy entsteht im Projekt „Wirkungsvolle transdisziplinäre Forschung. Analyse und Transfer von Standards für transdisziplinäre Forschung (TransImpact)“, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung gefördert wird. Die Wissensbasis wird vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung und dem Zentrum Technik und Gesellschaft der Technischen Universität Berlin entwickelt.

Zur Plattform www.td-academy.org  


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Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

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