Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

14.06.2017

Transportmittel im Trend: Fahrradverkehr in der Zukunftsstadt

Das Fahrrad feiert „Geburtstag“: Vor 200 Jahren erfand Karl Drais mit seiner „Draisine“ eine Laufmaschine auf zwei Rädern – noch ohne Pedale. Bald darauf waren Fahrräder schon nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken. Vom Auto regelrecht an den Rand des Straßenverkehrs gedrängt wurden sie erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Heute gewinnt das Fahrrad zunehmend an Bedeutung, wenn es um eine nachhaltige Lebensweise geht. „Zukunft der Stadt – 200 Jahre Fahrrad und voll im Trend?“ heißt deshalb die Podiumsdiskussion, die das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung mit dem ADFC Hessen, der Goethe-Universität Frankfurt und dem Innovationszentrum PIER F im Rahmen der Bürger-Universität veranstaltet.


Fahrradfahren in der Stadt

Das Fahrradfahren erlebt in den Städten einen regelrechten Boom. Allein in Frankfurt stieg in den letzten zwei Jahren die Anzahl an Radfahrerinnen und Radfahrer, die innerhalb von acht Stunden in der Innenstadt gezählt wurden, um ein Drittel auf 44.000 an. Zu Beginn der Verkehrszählung 1988 waren es noch 8.000. Viele Städte sind bemüht, die Fahrradinfrastruktur zu verbessern. Durch den Ausbau von Radwegen, durch Fahrradschnellwege oder auch durch Fahrverbote für den motorisierten Verkehr sollen mehr Leute vom Auto auf das Fahrrad umsteigen. Die Gründe sind naheliegend: Es werden weniger Luftschadstoffe ausgestoßen, das Klima wird geschont, Bewegung trägt zu einem gesunden Lebensstil bei und die Aufenthaltsqualität in Städten steigt.

Weil die Fortbewegung mit dem Rad Lösungen für mehrere gesellschaftliche Herausforderungen gleichzeitig bietet – Energiewende, Klimawandel und Gesundheit – wünschen sich viele, dass das Radfahren in den Städten noch stärker gefördert wird. Zumal das Fahrrad im Radius von fünf Kilometern das schnellste Verkehrsmittel ist und damit Auto wie Nahverkehr überlegen ist. Was also kann getan werden, damit mehr Menschen aufs Fahrrad umsteigen? Wo liegen Hürden? Und wieviel Radverkehr verträgt eine Stadt überhaupt?

Diese Fragen werden am 22. Juni in der Reihe „Werkstattbericht Zukunftsstadt“ der Bürger-Universität nach einer Keynote von Heiner Monheim von Raumkom – Institut für Raumentwicklung und Kommunikation mit Klaus Oesterling (Verkehrsdezernent der Stadt Frankfurt am Main), Walter Bien (Kasseler Verkehrsgesellschaft) und Norbert Sanden (ADFC Hessen e.V.) diskutiert. Jutta Deffner vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung und Thomas Klinger von der Goethe-Universität moderieren die Veranstaltung.

Der Eintritt ist frei.

Zweiter Teil der Reihe Werkstattbericht Zukunftsstadt im Rahmen der Frankfurter Bürgeruniversität: 200 Jahre Fahrrad und voll im Trend?

Datum: Donnerstag, 22. Juni 2017
Zeit: 18.00 Uhr
Ort: Pier F, Franziusstraße 6 (Nähe U-Bahn Haltestelle Ostbahnhof, https://osm.org/go/0D0aDWI0?m)


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