Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

01.08.2017

Transportmittel im Trend: Fahrradverkehr in der Zukunftsstadt

Das Fahrrad feiert „Geburtstag“: Vor 200 Jahren erfand Karl Drais mit seiner „Draisine“ eine Laufmaschine auf zwei Rädern – noch ohne Pedale. Bald darauf waren Fahrräder schon nicht mehr aus dem Straßenbild wegzudenken. Vom Auto regelrecht an den Rand des Straßenverkehrs gedrängt wurden sie erst Mitte des 20. Jahrhunderts. Heute gewinnt das Fahrrad zunehmend an Bedeutung, wenn es um eine nachhaltige Lebensweise geht. „Zukunft der Stadt – 200 Jahre Fahrrad und voll im Trend?“ hieß deshalb die Podiumsdiskussion, die das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung mit dem ADFC Hessen, der Goethe-Universität Frankfurt und dem Innovationszentrum PIER F im Rahmen der Bürger-Universität am 22. Juni veranstaltete.


Fahrradfahren in der Stadt

Das Fahrradfahren erlebt in den Städten einen regelrechten Boom. Der Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim spricht von einer „Renaissance des Fahrrads“ und eröffnete mit einem Abriss zur Geschichte des Fahrrads die Podiumsdiskussion. Einen Audiozusammenschnitt von seiner Keynote gibt es hier zum Nachhören.

Der Trend zum Fahrrad ist auch in Frankfurt zu beobachten: In den letzten zwei Jahren stieg die Anzahl an Radfahrerinnen und Radfahrern, die innerhalb von acht Stunden in der Innenstadt gezählt wurden, um ein Drittel auf 44.000 an. Zu Beginn der Verkehrszählung 1988 waren es noch 8.000. Viele Städte sind bemüht, die Fahrradinfrastruktur zu verbessern. Durch den Ausbau von Radwegen, durch Fahrradschnellwege oder auch durch Fahrverbote für den motorisierten Verkehr sollen mehr Leute vom Auto auf das Fahrrad umsteigen. Die Gründe sind naheliegend: Es werden weniger Luftschadstoffe ausgestoßen, das Klima wird geschont, Bewegung trägt zu einem gesunden Lebensstil bei und die Aufenthaltsqualität in Städten steigt. Weil die Fortbewegung mit dem Rad Lösungen für mehrere gesellschaftliche Herausforderungen gleichzeitig bietet – Energiewende, Klimawandel und Gesundheit – wünschen sich viele, dass das Radfahren in den Städten noch stärker gefördert wird. Zumal das Fahrrad im Radius von fünf Kilometern das schnellste Verkehrsmittel ist und damit Auto wie Nahverkehr überlegen ist.

Was hat Verkehrsdezernent Klaus Oesterling für die Stadt Frankfurt vor? Wie steht Walter Bien von der Kasseler Verkehrs-Gesellschaft und somit Vertreter des öffentlichen Verkehrs einer Politik der Fahrradförderung gegenüber? Welche Forderungen hat der ADFC Hessen, der durch Norbert Sanden vertreten wurde? Und wie stellt sich der Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim, der das Institut Raumkom – Institut für Raumentwicklung und Kommunikation mitbegründete, das Verkehrskonzept der Zukunft vor? Antworten auf diese und weitere wichtige Aspekte des Themas Fahrradverkehr in der Zukunftstadt gibt es im Audiobeitrag zur Podiumsdiskussion nachzuhören. Danijela Milosevic, Mitarbeiterin der Wissenskommunikation des ISOE, hat die wichtigsten Standpunkte zusammengefasst.

Die Veranstaltung, die in der Reihe „Werkstattbericht Zukunftsstadt“ der Bürger-Universität über die Zukunft des Fahrrads stattgefunden hat, wurde von der Mobilitätsforscherin Jutta Deffner vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung und von dem Humangeographen Thomas Klinger von der Goethe-Universität moderiert.

ISOE-Audiobeitrag „Werkstattgespräch Zukunftsstadt 2 - 200 Jahre Fahrrad und voll im Trend?“ (ca. 9 Min., 8 MB)

Zusatzmaterial: Eine kurze Geschichte des Fahrrads mit Verkehrswissenschaftler Heiner Monheim (ca. 7 Min., 6,6 MB)


Weiter empfehlen:

Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

Newsletter abonnieren