Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

12.10.2017

Urban Farming – ein Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung von Städten?

Urban-Gardening-Projekte gibt es inzwischen fast überall. Nicht nur in Metropolen, auch in kleineren Städten wächst das eigene Obst und Gemüse auf gemeinsam bewirtschafteten Dächern, Balkonen und Brachflächen – ein Trend, der sich auch in größerem Maßstab denken lässt? Könnten Städte durch großflächigen Obst- und Gemüseanbau einen Beitrag dazu leisten, sich weitgehend und dabei nachhaltig selbst zu versorgen? Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung veranstaltet am 24. Oktober zusammen mit der GLS Bank einen Diskussionsabend zum Thema Urban Farming mit ExpertInnen aus Wissenschaft und Praxis.


Urban farming

Zentral ist beim Urban Farming die Frage, ob in den Städten überhaupt ausreichend Platz für den großflächigen Gemüseanbau ist. Erste Pilotprojekte zeigen, dass die neue „Stadtlandwirtschaft“ durchaus möglich ist – bis zu sechs Tonnen Gemüse werden hier bereits jährlich geerntet. Genutzt werden Brachen, Flachdächer, leerstehende Gebäude oder sogar städtische Grünflächen. Auch kleine Flächen bieten zusammengenommen große Potenziale für eine nachhaltige lokale Nahrungsmittelsicherung. Denn der Anbau der saisonalen Früchte kann umweltverträglich gestaltet werden, schon die kurzen Lieferwege tragen zum nachhaltigen Konsum bei.

Auch in der Wasserversorgung der Pflanzen liegen Möglichkeiten für die Ressourcenschonung. Während 70 Prozent unseres Trinkwassers in den konventionellen Ackerbau fließen, könnten beim Urban Farming neue Wege der Wasserwiederverwendung Anwendung finden, wie sie derzeit in Forschungsprojekten getestet werden. Die alternativen Konzepte sind vielfältig und die alte Idee der Subsistenzwirtschaft, die sich beim Urban Farming im modernen Gewand zeigt, könnte darüber hinaus das städtische Mikroklima verbessern, die Artenvielfalt steigern und Bürgerinnen und Bürger für nachhaltige Lebensstile sensibilisieren. Doch sind alle Städte zum „Urban Farming“ geeignet? Lassen sich damit wirklich nennenswerte Erträge erzielen? Wo liegen Schwierigkeiten der Umsetzung? Darüber diskutieren am 24. Oktober diese Expertinnen und Experten mit dem Publikum:

  • Martina Winker vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, Frankfurt (Forschungsprojekt HypoWave)
  • Imke Eichelberg von Transition Town Frankfurt
  • Marcus Nürnberger von der Bauernstimme, Hamm
  • Hendrik Monsees vom IGB – Leibniz-Institut für Gewässerökologie und Binnenfischerei, Berlin (Forschungsprojekte „Tomatenfisch“ und „INAPRO“)

Moderation: Michael Braun, Wirtschaftskorrespondent (u.a. Deutschlandfunk)

Zeit: Dienstag, 24. Oktober 2017, 18.30–20.30 Uhr

Ort: GLS Bank Frankfurt, Mainzer Landstraße 47, 60329 Frankfurt am Main

Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Zusammenarbeit mit der GLS Bank Frankfurt

Anmeldung erwünscht: Damit wir einen Überblick über die Anzahl der BesucherInnen haben, bitten wir im Vorfeld um Anmeldung. Vielen Dank!


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Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

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