ISOE-Symposium zur Verabschiedung von Thomas Jahn

Krise, Katastrophe, Normalität – die Verantwortung der Wissenschaft für die Zukunftsgestaltung

Die Krisen unserer Zeit sind vielfältig. Sie dominieren Schlagzeilen, Diskussionen und den Alltag vieler Menschen. Nicht nur die Corona-Pandemie offenbart dabei, wie konfliktreich und komplex Krisen der Gegenwart sein können und wie eng Katastrophe und Normalität beieinanderliegen. Welche Rolle kommt der Wissenschaft in diesen Zeiten zu? Dieser Frage widmet sich das Symposium „Krise, Katastrophe, Normalität – die Verantwortung der Wissenschaft für die Zukunftsgestaltung“, das das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung am 1. Oktober 2021 veranstaltet. Es findet anlässlich der Verabschiedung des ISOE-Mitbegründers Thomas Jahn als wissenschaftlichem Geschäftsführer statt.

| Pressemitteilung
Vector illustration (amiak - adobe.stock.com)
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Gesellschaft und Politik ringen derzeit mit dem Realitätsschock, den multiple Krisen der Gegenwart ausgelöst haben. Ob oder in welcher Weise etwa die Corona-Pandemie eine Zäsur markiert, darüber zeichnet sich bisher kein Konsens ab. So bleibt der Wesenskern der Pandemie-Erfahrung auch nach eineinhalb Jahren nur schwer greifbar. Was bedeutet dies für die Rolle der Wissenschaft heute vor dem Hintergrund der Klimakrise, dem dramatischen Verlust an biologischer Vielfalt, den wachsenden sozialen Ungleichheiten und der Erosion demokratischer Werte und Institutionen? Und was bedeutet es für das Verhältnis von Wissenschaft zu Gesellschaft und Politik? Wo liegt die Aufgabe der Wissenschaft für die Gestaltung der Zukunft?

Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung lädt am 1. Oktober 2021 zur Diskussion dazu ein. Das Symposium „Krise, Katastrophe, Normalität – die Verantwortung der Wissenschaft für die Zukunftsgestaltung“ findet anlässlich der offiziellen Verabschiedung des ISOE-Mitbegründers Thomas Jahn statt, der das Forschungsinstitut 1989 mitbegründet hat. Der Soziologe war bis März 2021 Sprecher der Institutsleitung des ISOE und wissenschaftlicher Geschäftsführer. Jahn hat im ISOE überwiegend zu gesellschaftlichen Naturverhältnissen, transdisziplinären Methoden und Konzepten sowie zur sozial-ökologischen Wissenschaftsforschung gearbeitet. Promoviert hat er 1989 zum Thema „Krise als gesellschaftliche Erfahrungsform. Umrisse eines sozial-ökologischen Gesellschaftskonzepts“.

Programm

Krise, Katastrophe, Normalität – die Verantwortung der Wissenschaft für die Zukunftsgestaltung

15:30 Uhr Eröffnung
PD Dr. Diana Hummel, ISOE

15:45 Uhr Einführungsvortrag „Die Macht des Wissens in der Krise“
PD Dr. Alexander Bogner, Österreichische Akademie der Wissenschaften (ÖAW), Institut für Technikfolgen-Abschätzung (ITA), Wien

16:15 Uhr Podiumsdiskussion
mit
PD Dr. Alexander Bogner
Dr. Thomas Jahn, ISOE
Prof. Franziska Nori, Direktorin Frankfurter Kunstverein
Prof. Dr. Klement Tockner, Generaldirektor der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung, Frankfurt am Main
Prof. Dr. Ines Weller, Stellvertretende Sprecherin des artec Forschungszentrum Nachhaltigkeit, Bremen

Moderation: Prof. Dr. Stephan Lessenich, Direktor des Instituts für Sozialforschung, Frankfurt am Main

Pandemiebedingt findet die Veranstaltung im Frankfurter Haus am Dom nur unter stark eingeschränkten Präsenzmöglichkeiten statt. Die Teilnahme an dem Symposium wird deshalb mit einem Livestream ermöglicht. Medienvertreter*innen werden um eine Anmeldung per E-Mail an Dr. Nicola Schuldt-Baumgart gebeten.

Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:

Dr. Nicola Schuldt-Baumgart
Tel. +49 69 707 6919-30

Pressekontakt:

Melanie Neugart
Tel. +49 69 707 6919-51 

Pressefoto zum Download:

Porträtfoto Thomas Jahn (Foto: Anja Jahn)

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