Unterhausdebatte

Neue Wege in die Stadt: Wie Frankfurt und das Umland das Problem des Pendelns lösen könnten 

Die Metropole Frankfurt und das Rhein-Main-Gebiet boomen. Frankfurt droht der Verkehrskollaps. Die Bewohner*innen der Stadt sind immer weniger bereit, den städtischen Raum dem Auto zu opfern. Doch täglich pendeln mehr als eine halbe Million Menschen zwischen der Stadt und dem Umland – die meisten mit dem Auto. Aber muss das so bleiben? Wie kann nachhaltiges Pendeln gelingen, oder müssen wir ganz neue Konzepte fürs Arbeiten entwickeln? Die Wissenschaftsjournalist*innen Carina Frey und Rainer Kurlemann luden als ZukunftsReporter gemeinsam mit dem ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung am 8. Juli 2021 zu einer ungewöhnlichen Online-Diskussion ein, in der das Publikum Position beziehen musste.

| Pressemitteilung
Autobahn mit Frankfurt am Main im Hintergrund. Foto: Anselm - stock.adobe.com
Autobahn mit Frankfurt am Main im Hintergrund. Foto: Anselm - stock.adobe.com

Regelmäßig laden die ZukunftsReporter zu öffentlichen Veranstaltungen ein, bei denen es darum geht, die Auswirkungen aktueller Entwicklungen in Wissenschaft und Politik auf die Zukunft zu diskutieren. Dabei stellen die Journalist*innen dem Publikum wissenschaftlich fundierte Informationen zur Verfügung und bieten den Dialog über Zukunftstechnologien und -ideen an, die unseren Alltag deutlich verändern können. Wie bewerten Bürger*innen anstehende Transformationen, welche Wege können sie sich vorstellen und welche nicht? Bei der „Unterhausdebatte“ zum Thema Pendeln am 8. Juli 2021, die das ISOE mitveranstaltete, konnte und sollte das Publikum diskutieren, wenn es um entscheidende Zukunftsfragen der Mobilität am Beispiel der Region Frankfurt geht.

Wie können Pendler*innen die Stadt Frankfurt künftig erreichen? Lassen sich gängige Pendelroutinen durchbrechen, und was braucht es dafür? Warum steigen Menschen ins Auto, statt den öffentlichen Nahverkehr oder das Fahrrad zu nehmen? „Wir wollten vom Publikum wissen, welche Zukunft es sich mit Blick auf eine verträgliche Stadt-Umland-Mobilität wünscht“, sagt Jutta Deffner. Die ISOE-Mobilitätsforscherin stand in der Unterhausdebatte als Expertin Rede und Antwort und brachte erste Erkenntnisse aus dem Forschungsprojekt PendelLabor ein. Das ISOE untersucht in diesem Verbundprojekt gemeinsam mit der TU Dortmund, der Hochschule Rhein-Main, der ivm GmbH, dem Regionalverband FrankfurtRheinMain und der Stadt Frankfurt die Pendelpraktiken und Planungspraktiken in der Region Rhein-Main.

Diskussion und Forschung zu einer nachhaltigen Stadt-Umland-Mobilität

Die Region gilt mit ihrem hohen Pendleraufkommen und ihren starken Pendelverflechtungen als exemplarisch für Deutschlands Metropolregionen. Die Wissenschaftler*innen im PendelLabor wollen wissen, wie eine nachhaltige Stadt-Umland-Mobilität zwischen Wohn- und Arbeitsort aussehen kann, die dann auch als Blaupause für weitere Regionen dienen kann. In einem ersten Schritt hat sich das Forschungsteam einen Überblick über die Einflussfaktoren auf das Pendeln in Deutschland verschafft. Mithilfe einer umfassenden Literaturrecherche zum Forschungsstand haben sie raum- und arbeitsstrukturelle Rahmenbedingungen, die gegenwärtigen Mobilitätsangebote und -dienstleistungen sowie Wirkungen des Pendelns ausgewertet.

„Pendeln ist für die Betroffenen nicht nur ein Weg von A nach B“, sagt Jutta Deffner. „Es ist der regelmäßige Übergang zwischen Arbeits- und Privatsphäre.“ Für eine neue und nachhaltige Gestaltung des Pendelns, das mit der Überwindung der Corona-Pandemie deutlich wieder an Fahrt aufnehme, seien viele Faktoren zu berücksichtigen. „Wir müssen vor allem wissen, was Pendler*innen brauchen und was die Bewohner*innen der Stadt brauchen, in die gependelt wird, um gute, einvernehmliche und zugleich nachhaltige Lösungen zu finden“, so Deffner. Die Unterhausdebatte des ISOE und den ZukunftsReportern bot am 8. Juli 2021 die Möglichkeit, ein komplexes Thema in einem unterhaltsamen Format zu diskutieren. 

Online-Veranstaltung „Unterhausdebatte“
Neue Wege in die Stadt: Wie Frankfurt und das Umland das Problem des Pendelns lösen könnten 

Wann: Donnerstag, 8. Juli 2021, 19.30 bis 21.00 Uhr

Moderation: Carina Frey und Rainer Kurlemann

Mitdiskutieren: #PendelLabor #ZukunftsReporter

Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, die ZukunftsReporter

Link zur Veranstaltungsseite: www.isoe.de/veranstaltungen/neue-wege-in-die-stadt  

Veranstaltungsflyer

 

Wissenschaftliche Ansprechpartnerin:

Dr. Jutta Deffner
Tel. +49 69 707 6919-38
 
www.isoe.de 
www.pendellabor.de

Pressekontakt:

Melanie Neugart
Tel. +49 69 707 6919-51

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