Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

12.07.2018

Arzneimittelrückstände im Wasser – Fortbildung für Beschäftigte der Pharmazie

Wasser wird in Deutschland genau kontrolliert. Dabei lassen sich auch Rückstände von Medikamenten feststellen. Viele der Arzneimittelwirkstoffe sind so stabil, dass sie den Körper verlassen, ohne vorher vollständig abgebaut worden zu sein. In diesem Zusammenhang wird immer wieder darüber diskutiert, ob Arzneimittelrückstände im Wasserkreislauf ein Risiko für die Umwelt oder für die Menschen darstellen. Eine Fortbildung für Pharmazeut*innen greift dieses Thema im Herbst 2018 auf. Das Seminar, das das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Kooperation mit der Landesapothekerkammer Baden-Württemberg durchführen wird, findet am 27.10. in Stuttgart statt.


Collage: Arzneimittel, Wasser

Ganz ähnlich wie Ärztinnen und Ärzte spielen auch Beschäftigte und Studierende der Pharmazie eine Schlüsselrolle, wenn es um die Kommunikation eines wichtigen Umweltthemas geht: Rückstände von Arzneimitteln können heute in fast allen Gewässern nachgewiesen werden. Sie gelangen durch menschliche Ausscheidungen oder durch unsachgemäße Entsorgung in den Wasserkreislauf. Was Apothekerinnen und Apotheker darüber wissen müssen und welche Möglichkeiten sie in der Kommunikation mit ihren Kunden haben, greift die Landesapothekerkammer Baden-Württemberg mit einer Fortbildungsveranstaltung „Arzneimittelrückstände im Wasser – Was müssen Pharmazeuten wissen und was können Sie tun?“ auf.

Im Mittelpunkt der Fortbildung am 27.Oktober stehen vor allem präventive Möglichkeiten, die zur Reduzierung von Arzneimittelwirkstoffen im Wasserkreislauf beitragen können. So kann etwa eine sachkundige Kundenberatung in den Apotheken zu einem besseren Verständnis und Wissen über Arzneimitteleinträge beitragen und einen verantwortungsvollen Arzneimittelverbrauch fördern. Die Fortbildung ist Teil des Projektes „Die Apotheke als zentraler Ort für den (umwelt-)bewussten Umgang mit Arzneimitteln“, das das ISOE im Auftrag des Umweltbundesamtes gemeinsam mit dem Öko-Institut und Prof. Dr. Klaus Kümmerer von EDC – Evaluation and Design of Chemicals durchführt und auf Aus- und Fortbildungskonzepte für Berufsgruppen der Pharmazie zielt.


Weiter empfehlen:

Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

Newsletter abonnieren