Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

23.11.2018

Call for Papers im Forschungsprojekt TransImpact: Gesellschaftliche Wirkung von transdisziplinären Forschungsprozessen

Transdisziplinäre Forschung trägt dazu bei, komplexe gesellschaftliche Probleme zu lösen. Doch wie kann das Potenzial dieses Forschungsansatzes, der sich über Disziplingrenzen hinweg auch für „Erfahrungs- und Alltagswissen“ öffnet, optimal entfaltet werden? Das Forschungsprojekt TransImpact unter Leitung des ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung fragt nach den konkreten Gestaltungsmöglichkeiten für einen wirkungsvollen transdisziplinären Forschungsprozess. Im Zuge dieses Projekts wurde eine Sonderausgabe der Zeitschrift „Environmental Science and Policy“ konzipiert. Nun hat der Call for Papers zum Thema „Transdisciplinary Sustainability Research – Linking research processes and outputs to societal effects“ begonnen.


Mitherausgeber*innen der Special Issue sind Alexandra Lux und Matthias Bergmann (beide ISOE) sowie Martina Schäfer (ZTG – Zentrum Technik und Gesellschaft an der Technischen Universität Berlin). Die Sonderausgabe konzentriert sich auf Kernfragen, die auch für das Forschungsprojekt TransImpact zentral sind: Welche Wirkungen kann transdisziplinäre Nachhaltigkeitsforschung in Gesellschaft und Wissenschaft entfalten und in welchen Kategorien lassen sich die verschiedenen Arten und Skalen von Wirkungen beschreiben? Und wie können nicht intendierte Wirkungen – und hier vor allem auch negative – erfasst und bewertet werden?

Ebenso relevant sind Fragen zu den Methoden: Wie beeinflusst die Wahl der für Transdisziplinarität spezifischen Methoden und Verfahren – etwa für eine gemeinsame Problemformulierung, für die Partizipation, Wissensintegration oder Übertragbarkeit – die Wirkungen transdisziplinärer Forschungsprozesse und letztlich die Qualität ihrer Ergebnisse? Welche methodischen Elemente können in transdisziplinäre Forschungsprozesse einbezogen werden, um ihr Potenzial für gesellschaftliche Wirkungen zu stärken?

Englischsprachige wissenschaftliche Beiträge, die diese Fragen behandeln, können ab sofort als Abstract mit einem Umfang von maximal 1000 Wörtern an Alexandra Lux (lux(at)isoe.de) und Martina Schäfer (schaefer(at)ztg.tu-berlin.de) geschickt werden. Annahmeschluss ist der 15. Januar 2019. Weitere Informationen über den Umfang und wichtige Termine finden Sie hier.

Hintergrund: Transdisziplinäre Forschung schafft neues Wissen

Immer häufiger wird zur Bearbeitung komplexer gesellschaftlicher Probleme der transdisziplinäre Forschungsmodus angewendet. Er gilt als geeignet, weil er sich auch für nicht wissenschaftliches Wissen öffnet und damit den Bedarf an neuem Wissen bedient. Beispielhaft dafür stehen solche komplexen Herausforderungen wie der Umgang mit Umweltbelastungen. Sie sind auf den ersten Blick Ergebnisse aus sozialem Handeln und ökologischen Effekten. Bei genauerer Betrachtung zeigen sich aber vielschichtige Prozesse, in die zahlreiche Akteure involviert sind.

Transdisziplinäre Forschung reagiert auf diese Komplexität. Ihre Methoden sind geeignet, sowohl sozial- und naturwissenschaftliche Erkenntnisse aufeinander zu beziehen als auch wertvolles nicht wissenschaftliches Wissen zu berücksichtigen. Im vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Forschungsprojekt TransImpact stehen die Methoden- und Qualitätssicherung für diesen immer populärer werdenden Forschungsmodus im Mittelpunkt. Mehr zum Projekt


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Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

Nicola Schuldt-Baumgart
Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. 069 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de

Melanie Neugart
Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

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