Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

04.05.2018

Gedenken an Elmar Altvater


Elmar Altvater (Foto: Land Salzburg)

Wir trauern um Elmar Altvater. Der renommierte Politikwissenschaftler verstarb am 1. Mai im Alter von 79 Jahren. Elmar Altvater war dem ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung über viele Jahre als kritischer Wegbegleiter verbunden. In den Jahren von 1989 bis 2006, insbesondere in der Zeit der Startphase unterstützte und begleitete Altvater das Institut als optimistischer und inspirierender Beirat.

Altvater durchdrang scharfsichtig wie kaum ein anderer die Zusammenhänge von Ökonomie und Ökologie in einer globalisierten Welt. Er galt als radikaler Denker und beständiger Kritiker des Kapitalismus. In seiner Abschiedsvorlesung „Was heißt und zu welchem Ende betreiben wir Kapitalismuskritik?“ machte Altvater deutlich, dass es auf eine kritische Haltung jedes einzelnen ankommt, um nachhaltige Wege in Zeiten der ökonomischen Globalisierung entdecken und gehen zu können: „Wir müssen uns wieder angewöhnen, interessiert zu lesen, mit Neugier zu diskutieren, kritisch zu fragen und zu schreiben, so wie wir uns darauf besinnen müssen, gut zu kochen, gut zu essen und zu trinken und die Fast-Food-Wissenschaft ebenso wie Fast-Food-Fressbuden rechts liegen zu lassen.“

Elmar Altvaters Sicht auf die Welt, seine Erkenntnisse, Impulse und Texte werden bleiben. Als engagierter Intellektueller, Mahner und Aufklärer wird er der Gesellschaft in Zeiten großer Machtverschiebungen und tiefgreifender sozialer und kultureller Veränderungen schmerzhaft fehlen.


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