Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

29.06.2018

Leben im Plastikzeitalter: Wie ist ein nachhaltiger Umgang mit Plastik möglich?

Der massenhafte Konsum und die Langlebigkeit von Kunststoff führen zu einem Müllaufkommen, das kaum mehr zu bewältigen ist. Allein in Deutschland hat sich das Verpackungsaufkommen pro Kopf innerhalb von zwanzig Jahren verdoppelt – auf 213 Kilogramm im Jahr 2015. Insbesondere die Verschmutzung der Meere alarmiert viele Menschen und bringt nun auch die Politik auf den Plan: Eine europäische Plastikstrategie zielt aktuell auf ein Verbot von Strohhalmen und Plastikgeschirr. Aber ist dem Umweltproblem damit beizukommen? Darüber diskutierten Expert*Innen aus Wissenschaft und Praxis mit dem Publikum bei einer Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Bürger-Universität im ISOE – Institut für sozial-öklogische Forschung.


Plastiktüten im Meer

Wie können die ökologischen Folgen der Produktion, Verwendung und Entsorgung von Plastik vermindert werden? Gibt es sinnvolle Alternativen und was bedeuten sie für unsere täglichen Routinen? Wissenschaftler*innen der interdisziplinär arbeitenden Forschungsgruppe PlastX – Johanna Kramm, Carolin Völker und Frederik Wurm – berichteten bei der Bürger-Universität Frankfurt über den Stand der Forschung über Ausmaß und Folgen der Verschmutzung für Menschen, Tiere und Umwelt. An der Podiumsdiskussion nahmen außerdem Isabell Kuhl, Vertreterin der Handelskette „Alnatura“ sowie Andreas Arnold, Autor des Blogs „Plastic Diary“ teil. Gemeinsam mit dem Publikum diskutierten sie, wie ein nachhaltiger Umgang mit Plastik aussehen kann, was Unternehmen tun (können) und wie wirksam politische Maßnahmen sind.

Die Veranstaltung fand am 28. Juni 2018 im ISOE in der Hamburger Allee mit mehr als hundert Gästen statt. Moderiert wurde die Diskussion mit Dr. Johanna Kramm (ISOE), Dr. Carolin Völker (ISOE) und Dr. Frederik Wurm (Max-Planck-Institut für Polymerforschung MPI), Isabell Kuhl (Alnatura), und Andreas Arnold (Autor des Blogs „Plastic Diary“) von  Dr. Michael Braun (Journalist). Mitveranstalter war die Goethe-Universität Frankfurt.


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Links zur Berichterstattung:


PlastX – Plastik in der Umwelt als systemisches Risiko
ist eine SÖF-Nachwuchsgruppe, die seit 2016 aus sozial-ökologischer Perspektive an Kunststoffen als systemischem Risiko forscht. Die Humangeographin Dr. Johanna Kramm und die Ökotoxikologin Dr. Carolin Völker, beide vom ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung, leiten gemeinsam die Nachwuchsgruppe. An dem Projektverbund beteiligt sind die Abteilung für Aquatische Ökotoxikologie (Prof. Dr. Jörg Oehlmann), das Institut für Physische Geographie (Prof. Dr. Petra Döll) und das Institut für Soziologie (Prof. Dr. Birgit Blättel-Mink) der Goethe-Universität Frankfurt sowie das Max-Planck-Institut für Polymerforschung in Mainz (Prof. Dr. Katharina Landfester, Prof. Dr. Frederik Wurm). Gefördert wird die Nachwuchsgruppe vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). www.plastx.org 


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