Learning Expedition

Das Workshop-Format der Learning Expedition unterstützt den Transfer von Ergebnissen der Nachhaltigkeitsforschung in die Praxis. Es adressiert insbesondere Entscheider*innen und Expert*innen in Kommunen und kommunalen Unternehmen. Dieser Wissenstransfer ist eng verknüpft mit erfolgreichen Lernprozessen. Genauer gesagt kann Lernen als ein Prozess verstanden werden, der zu Veränderungen des Verhaltens, Denkens oder Fühlens führt und zwar aufgrund von Erfahrungen oder neu gewonnenen Einsichten. Unser Format der Learning Expedition will diesen Lernprozess durch unterschiedliche mediale und dialogische Angebote unterstützen. Das Format setzt daher auf ein Zusammenspiel aus unterschiedlichen Inhalten, wechselnden Umgebungen und Interaktionen in der Gruppe. Sensorische Erfahrungen werden explizit in die Learning Expedition einbezogen. Fester Bestandteil dieses Formats sind zudem Veranstaltungsteile, die für die Teilnehmenden unbekannt, ungewöhnlich oder unbequem sind. Diese machen den „Expeditions-Charakter“ des Formats aus und unterstützen den Lernerfolg. Das Format lässt sich aufgrund seines modularen Aufbaus auf verschiedene Themenbereiche und Praxisorte übertragen.

Jede Learning Expedition besteht aus drei Phasen, denen eine Feedback-Phase vor- und eine Feedback-Runde nachgeschaltet ist:

Ein Beispiel aus der Praxis

Das Transferformat der Learning Expedition wurde in dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten dreijährigen Forschungsprojekt MULTI-ReUse erstmals eingesetzt und erprobt. Ausgangspunkt des Forschungsprojektes war der Gedanke, dass innovative Technologien für eine Wiederverwendung von gereinigtem Abwasser nur dann ihr Potenzial entfalten und sich auf dem Markt etablieren können, wenn sie von ihren Nutzern akzeptiert werden, praxiserprobt und auf die Bedürfnisse der Nutzer abgestimmt sind sowie ökologisch, politisch und finanziell tragfähig sind. Die im Forschungsprojekt durchgeführten Learning Expeditions fanden in einem Museum statt (Kaskade). Zu den Zielgruppen gehörten u.a. Bürgermeister*innen aus dem Einzugsgebiet des Projektpartners OOWV sowie Landfrauen aus der Region. Diese Zielgruppen sollten über wesentliche Ergebnisse des Forschungsprojektes informiert, zum Thema Notwendigkeit für alternative Konzepte der (Ab-)Wassernutzung sensibilisiert und sprachfähig gemacht werden.

Learning Expedition mit Landfrauen, September 2019, Foto: team ewen

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Leitung Wissenskommunikation und Öffentlichkeitsarbeit, Pressesprecherin
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