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Transdisziplinäre Konzepte und Methoden
 

 

Ansprechpartner:

Dr. Engelbert Schramm,
schramm@isoe.de

Mitarbeitende:

 

Referenzen

Bergmann, Matthias/Engelbert Schramm (Hg.) (2008): Transdisziplinäre Forschung. Integrative Forschungsprozesse verstehen und bewerten. Frankfurt/New York: Campus

Bergmann, Matthias/Thomas Jahn (2008): Intendierte Lerneffekte: Formative Evaluation inter- und transdisziplinärer Forschung. In: Matthies, Hildegard/Dagmar Simon (Hg.): Wissenschaft unter Beobachtung. Effekte und Defekte von Evaluationen. Wiesbaden: VS, Verlag für Sozialwissenschaften, 222-247  

Keil, Florian/Immanuel Stieß (2007): Wissen, was wir nicht wissen: Umweltforschung als gesellschaftlicher Lernprozess. GAIA, H. 16/3, 193-199  

Bergmann, Matthias/Bettina Brohmann/Esther Hofmann/M. Céline Loibl/Regine Rehaag/Engelbert Schramm/Jan-Peter Voß (2005): Qualitätskriterien transdisziplinärer Forschung. Ein Leitfaden für die formative Evaluation von Forschungsprojekten. ISOE-Studientexte, Nr. 13  

Forschungsschwerpunkt Transdisziplinäre Konzepte und Methoden

Die Entwicklung transdisziplinärer Konzepte und Methoden bildet einen wesentlichen Schwerpunkt der Institutsarbeit. Erarbeitet und systematisch weiterentwickelt werden neuartige, methodisch und konzeptionell abgesicherte inter- und transdisziplinäre Zugänge zu einzelnen sozial-ökologischen Handlungsfeldern. Dabei spielt die Reflexion des Entstehungskontextes, der Vorgehensweisen und die Reichweite von Wissenschaft und Technik eine wichtige Rolle. Denn wissenschaftliche Methoden und technische Verfahren sind zwar eine Voraussetzung dafür, dass sozial-ökologische Probleme wahrgenommen, analysiert und Lösungen vorbereitet werden können, doch sind Wissenschaft und Technik keine neutralen Werkzeuge der Problemwahrnehmung und -bearbeitung. Vielmehr sind sie oftmals Teil des zu bearbeitenden Problems: Sie können sozial-ökologische Risiken und Gefährdungen mit erzeugen. Der reflexive Einsatz wissenschaftlicher Methoden und technischer Verfahren ist daher in der sozial-ökologischen Forschung von besonderer Bedeutung. Daraus resultieren für die Forschungsarbeit des Instituts neue methodologische Anforderungen.

Forschung bewegt sich auch heute noch zum größten Teil innerhalb von Disziplingrenzen. Problemstellungen sind durch innerwissenschaftliche Interessen geprägt, gesellschaftliche Problemlösungsprozesse mit einem lebens- bzw. alltagsweltlichen Problemkern sind nicht das vorrangige Ziel. Die Forschenden bewegen sich zwar zunehmend auf inhaltlich neuem Terrain, die wissenschaftlichen Problemlösungsprozesse sind jedoch nach wie vor durch disziplinäre Ordnungsmuster strukturiert, die Qualitätskriterien der Forschungsarbeit noch immer disziplinbezogen.

Konkrete gesellschaftliche Problemlagen erfordern Lösungsprozesse (und Lösungen), die die Ordnung der Disziplinen überschreiten und über rein innerwissenschaftliche Forschungsprozesse und -ansätze hinausgehen. Je neuartiger dabei das zu lösende praktische Problem und je unsicherer das verfügbare wissenschaftliche Wissen für mögliche Problemlösungen ist, desto wichtiger werden diese Grenzüberschreitungen. Der Kern der transdisziplinären Forschung liegt in diesen Grenzüberschreitungen und ihren Methoden.

Projekte

 

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Dr. Engelbert Schramm,
schramm@isoe.de