Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

14.12.2015

TransImpact – wissenschaftliche Grundlagen für transdisziplinäres Forschen

Der Diskurs um eine transdisziplinäre Forschung hat eine lange Tradition. In der Anwendung ist der interdisziplinär ausgerichtete Forschungsmodus, der auch nicht-wissenschaftliche Akteure miteinbezieht, besonders stark in der Nachhaltigkeitsforschung verbreitet. Doch nun erreicht er immer mehr Wissenschaftsfelder. Die Entwicklung und Umsetzung einheitlicher Qualitätsstandards und Methoden ist deshalb dringend erforderlich. Darauf zielt das jetzt gestartete Projekt „TransImpact“ unter der Leitung des ISOE.


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Zentral für die transdisziplinäre Forschung ist, dass sie sich komplexen gesellschaftlichen Problemen zuwendet und unterschiedliche Wissensbestände von Akteuren aus Wissenschaft und Praxis einbezieht. Aufgrund seiner Popularität differenziert sich dieser Forschungsmodus aber immer weiter aus. Inzwischen gibt es eine Vielfalt unterschiedlicher Definitionen und Methoden. Damit transdisziplinäre Forschung die gewünschten gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Wirkungen leisten und Lösungsmöglichkeiten drängender Probleme anbieten kann, müssen die wissenschaftlichen Grundlagen vereinheitlicht und verfestigt werden.

Kanon zum transdisziplinären Forschen: Güte- und Qualitätsstandards, Methoden und Konzepte

Als Pionier der transdisziplinären Forschung entwickelt das ISOE in dem neuen Forschungsprojekt TransImpact gemeinsam mit Forschungspartnern Qualitäts- und Gütestandards und einen Methodenkatalog. Das Forschungsteam wertet mit Projektakteuren und ExpertInnen der transdisziplinären Forschungspraxis bereits abgeschlossene transdisziplinäre Forschungsprojekte aus. TransImpact bietet damit eine Plattform für die Vernetzung von Akteuren der transdisziplinären Forschung. Durch einen kontinuierlichen Austausch über die Herausforderungen und Qualitätsstandards soll die wissenschaftliche Gemeinschaft gestärkt werden. Für eine Verstetigung der Wissensbasis über Methoden und ihre Anwendung, Zugangsweisen und Qualitäten soll im Zuge des Projekts ein virtuelles Forum, der Online Hub Transdisciplinarity eingerichtet werden, das in eine virtuelle Akademie überführt werden soll.

Das Projekt „Wirkungsvolle transdisziplinäre Forschung. Analyse und Transfer von Standards für transdisziplinäre Forschung (TransImpact). Vorstudie für eine Virtual Academy for Transdisciplinarity Studies“ wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung gefördert. Forschungspartner sind das Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG) an der Technischen Universität Berlin, Prof. Dr. Armin Grunwald vom ITAS Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse sowie Dr. Florian Keil von kib keep it balanced.

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