Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

Wasser 2050 – Chancen für die deutsche Wasserwirtschaft

Im Projekt Wasser 2050 hat das Team nachhaltige Systemlösungen für die Wasserwirtschaft untersucht.

Forschungsansatz

Die Systeme der Trinkwasser-, Abwasser-, Abfall- und Energietechnologien sind bislang zumeist sektororientiert und voneinander unabhängig. In Zukunft müssen sie in flexiblen Systemlösungen integriert werden. Die Exportmöglichkeiten, die derartige intelligente Systemlösungen für die deutsche Wasserwirtschaft bieten, wurden in "Wasser 2050“ untersucht. Dabei haben die WissenschaftlerInnen innovative Methoden der Zukunftsforschung verwendet.

Technologievorschau und Potenziale

Das Team hat im Projekt eine Technologievorausschau erstellt, die durch eine Delphi-Untersuchung gestützt wird. Zusätzlich haben die WissenschaftlerInnen die derzeitigen Export- und Nachfragepotentiale sowie das Marktgeschehen analysiert. Gemeinsam mit Wirtschaftsakteuren und weiteren Stakeholdern wurden bestehende Szenarien bis ins Jahr 2050 verlängert. Mittels eines "Backcasting" konnten die Wissenschaftler dann von der Vision zurück in die Gegenwart blicken. Praxispartner wurden eingebunden, um die Potentiale entsprechender Innovationen zu analysieren und Handlungsempfehlungen für eine stärkere Zukunftsorientierung abzuleiten. Diese Empfehlungen wurden Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zur Verfügung gestellt.

Nutzen und Chancen von Exportnetzwerken

Im Projekt wertete das Team zudem die Erfahrungen der vielfältigen Netzwerke aus, die zur Exportförderung bereits in Deutschland eingerichtet sind. Dazu wurden alle einschlägigen Netzwerke befragt, aber auch in der Branche tätige Unternehmen. Am Beispiel der "Wasserwirtschaftsinitiative Nordrhein-Westfalen" und des "Internationalen Dialogzentrums" in Magdeburg wurden die Potentiale und Hemmnisse der bisherigen Netzwerke genauer analysiert. Aufbauend auf den erarbeiteten Empfehlungen entstand „German Water Partnership“ als neues Netzwerk.

Hintergrund

Die Millenium-Ziele sehen vor, bis 2015 den Anteil der Weltbevölkerung ohne Zugang zu sauberem Trinkwasser und hygienischer Abwasserentsorgung zu halbieren. Zusätzlich besteht in den Industrieländern ein enormer Re-Investitions- und auch Umstrukturierungsbedarf. Die zunehmende Verstädterung, der demografische Wandel, der Klimawandel, steigende Energiepreise und die globale Konkurrenz verlangen nach intelligenten, nachhaltigen Lösungen. Solche Systemlösungen müssen auf Nutzungsbedürfnisse, soziale Situationen sowie ökonomische und ökologische Langfristbedingungen abgestimmt sein.

Kooperationspartner

Umweltforschungszentrum Leipzig-Halle (UfZ) in der Helmholtz-Gesellschaft
Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung (ISI)

Förderung

Das Projekt "Wasser 2050 – Chancen für die deutsche Wasserwirtschaft" wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert.

Laufzeit

09/2006-08/2009
Abgeschlossen