Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

Neue Perspektiven für die Renaturierung von Bächen und Flüssen

Bei der Renaturierung von Gewässern wurde bislang selten untersucht, welche Bedeutung diese Maßnahmen für den Menschen haben. Dabei liegt es nahe, dass renaturierte Gewässer auf viele gesellschaftliche Gruppen – zum Beispiel Bewohner oder Spaziergänger – attraktiver wirken als ein kanalisiertes Gewässer. Diesen sozial-ökologischen Aspekt untersucht das ISOE in Kooperation mit dem Senckenberg Forschungsinstitut. Dazu führt das Forschungsteam an drei Gewässerabschnitten der Flüsse Nidda, Rodau und Gersprenz eine qualitative Erhebung durch und im zweiten Schritt an mehreren Flussabschnitten in Hessen und Nordrhein-Westfalen eine telefonische Befragung. Die ForscherInnen erheben zum Beispiel, welche Tiere und Pflanzen beobachtet wurden, ob und wie die Menschen vor Ort ihre Freizeit an den renaturierten Flussabschnitten verbringen oder wie sie das Landschaftserlebnis bewerten. Um diese sozialen und kulturellen Werte zu erfassen, die Ökosysteme der Gesellschaft bieten, wird auf das Konzept der Ökosystemleistungen Bezug genommen. Ziel ist es, bei zukünftigen Renaturierungen die Wahrnehmungen und Bewertungen aus gesellschaftlicher Sicht besser einbeziehen zu können.

Projektpartner

  • Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum Frankfurt, Abteilung Fließgewässerökologie und Naturschutzforschung (Gesamtprojektleitung)
  • Universität Duisburg-Essen, Fakultät für Biologie

Laufzeit (ISOE-Teilprojekt)

03/2013–03/2014

Förderung

Kurt-Lange-Stiftung, Sparkassen Stiftung Gelnhausen, Stiftung Hessischer Naturschutz, Deutsche Bundesstiftung Umwelt

Jutta Deffner

Ansprechpartnerin

Jutta Deffner
Tel. 069 707 6919-38
deffner(at)isoe.de

Mehr zum Projekt

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