Bereichsbild Mobilität und Lebensstilanalysen: Bildausschnitt unscharfe Joggerbeine

Mobilität und Lebensstilanalysen

 

 

 

Projekt:

Movilization - towards accessible cities

Gesamtkoordination:

Gemeente Utrecht (Verkeer en Vervoer) – Dipl.-Ing. Ruud Ditewig, Utrecht

Projektbearbeitung im ISOE:

Jutta Deffner

Finanzierung:

Europäische Kommission/ EUROPE AID Kooperationsbüro, Lateinamerikanisches Direktorat
 

Projektpartner:

IBC (International Bicycle Consultancy) – Dipl.-Geo. Ton Daggers, Utrecht
Institut für Straßen- und Verkehrswesen, Lehrstuhl Straßenplanung und Straßenbau/ FOVUS, Universität Stuttgart – Dr.-Ing. Walter Vogt

Laufzeit:

03/2005-12/2007
abgeschlossen

 

Deffner, Jutta/Alber, Stefan/Vogt, Walter (2006): Wege zur Integration des Radverkehrs in die Stadtverkehrsplanung - ein Erfahrungsbericht aus einem europäisch-lateinamerikanischen Projekt. In: Straßenverkehrstechnik 7/2006, S. 409-415

Alber, Stefan/Deffner, Jutta/Vogt, Walter (2005): Radverkehrsförderung als Entwicklungsarbeit. Bericht aus einem europäisch-lateinamerikanischen Projekt. In: Planerin 3/05, S. 42-43

 

Movilization – gutes Image für den Fahrradverkehr

Die Förderung des Radverkehrs erschöpft sich nicht im Radwegebau oder Beschilderung, sondern umfasst auch aus Kommunikations- und imagesteigernden Maßnahmen. Budgets stehen den Planerinnen und Planern in den Verwaltungen dabei meist kaum zur Verfügung und in der Regel sind sie auch keine Marketingexperten. Das von der EU geförderte Projekt MOVILIZATION ermöglichte es deshalb Städten aus Brasilien, Deutschland, Ecuador, Kolumbien, Nicaragua und den Niederlanden, professionelle Kommunikationsaktivitäten zur Stärkung des urbanen Radverkehrs zu realisieren und wissenschaftlich zu begleiten.

Toolbox für Praxisakteure

Bei der Umsetzung öffentlichkeitswirksamer Maßnahmen wurde der Schwerpunkt auf die Imagesteigerung des Radfahrens, Verkehrssicherheitskampagnen sowie bessere Informationen über Radrouten und Abstellmöglichkeiten gelegt. Außerdem wurden Kampagnen zur Verkehrserziehung durchgeführt sowie einfache und preiswerte verkehrliche Maßnahmen umgesetzt (z.B. Radwegenetzergänzungen), die durch Kommunikationsmaßnahmen begleitet wurden. In der abschließenden Projektphase wurden die Maßnahmen evaluiert und in einer Toolbox für Praxisakteure zu Verfügung gestellt. Die durchgeführten Einzelprojekte in den Städten waren dabei Grundlage für den "Baukasten". Dieser wird als Onlinehandbuch im Wiki-Format aufgebaut und sukzessive ergänzt.

Dabei wurden die beteiligten Städte von den externen Partnern (IBC, Universität Stuttgart bzw. ISOE) des Projekts unterstützt. Das Projekt startete im April 2005 mit acht teilnehmenden Städten/Bezirken (Bezirk Atlanico/Kolumbien, Florianópolis/Brasilien, Léon/Nicaragua, Loja/Ecuador, Rio de Janeiro/Brasilien, Stuttgart/D, Utrecht/NL, Valledupar/Kolumbien). Die Teilnahme setzte voraus, dass die Städte einen ortsbezogenen Maßnahmenplan entwickelten, wie sie die Radfahrbedingungen verbessern wollen. Dieser Prozess wurde durch die externen Partner begleitet und die Maßnahmen im Projektverlauf evaluiert.