Bereichsbild Transdisziplinäre Konzepte und Methoden: Ausschnitt Notizpapiere zwischen Buchrücken

Transdisziplinäre Methoden und Konzepte

 

Buchcover: Titel Soziale Ökologie Soziale Ökologie als Wissenschaft.  Pressemitteilung - mehr zum Buch

 

 

 

Projekt:

Transdisziplinäre Integration - Kooperation und Konzeptentwicklung in dynamischen Wissensnetzwerken

Ansprechpartner:

Dr. Thomas Jahn

Laufzeit:

04/2006 - 03/2009

Förderung: Bundesministerium für Bildung und Forschung


Förderschwerpunkt Sozial-ökologische Forschung

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PERN Cyberseminar

Vom 2. bis zum 13. Februar 2009 veranstaltete das ISOE in Kooperation mit dem internationalen Netzwerk PERN (Population-Environment Research Network) das Cyberseminar "Theoretical and methodological issues in the analysis of population dynamics and the einvironment". Ein ausführliches Hintergrundpapier, die Statements der geladenen Expertinnen und Experten sowie die Diskussionsbeiträge können abgerufen werden  ... mehr

 

Ergebnisse der Diskussionsver-anstaltung "Integration: Herausforderung für die Wasserforschung? Eine kritische Bestandsaufnahme pdf

 

Transdisziplinäre Integration – Kooperation und Konzeptentwicklung in dynamischen Wissensnetzwerken

Für die Weiterentwicklung der sozial-ökologischen Forschung besitzen dynamisch Wissensnetzwerke eine große Bedeutung. Denn ihr Innovationspotential kann durch eine stärkere Vernetzung mit anderen Wissenschaftsbereichen insgesamt erhöht und die Wissensbasis für praktische Problemlösungen und theoretische Wissensintegrationen verbreitert werden. Das Vorhaben "Transdisziplinäre Integration“ zielt daher auf eine Verstetigung und Erweiterung der aus projektbezogenen Kooperationen entstandenen Ansätze einer Netzwerkbildung, um langfristige Möglichkeiten der Kooperation entlang ausgezeichneter Forschungslinien zu schaffen. Dieser Ansatz zur Erweiterung sozial-ökologischer Forschungsperspektiven wird im Rahmen von drei Netzwerken aufgegriffen: regional innerhalb des Netzwerks "Transdisziplinäre Umweltwissenschaften", national in einem Forschungsnetzwerk zur Lebensstilanalyse sowie international innerhalb eines europäischen Wassernetzwerks.

Transdisziplinäre Umweltwissenschaften

Von besonderer Bedeutung für die Einbindung in Wissensnetzwerke ist die Vernetzung mit den Hochschulen. Für die Zukunftsfähigkeit der sozial-ökologischen Forschung gilt es, sie langfristig in der universitären Forschung und Lehre zu verankern. Ein Schwerpunkt des Vorhabens ist es daher, bestehende Forschungskooperationen mit den Hochschulen der Region auszubauen und sozial-ökologische Lehrangebote zu entwickeln. Eine besondere Herausforderung ist es dabei, transdisziplinäre Integration als Forschungsperspektive einzubringen, die neben lebenspraktischen auch innovative disziplinäre Problemstellungen zu bearbeiten erlaubt. Die Beteiligung am Forschungszentrum "Biodiversity and Climate" und das Angebot eines sozial-ökologischen Lehrmoduls im Masterstudiengang Umweltwissenschaften“ an der Goethe-Universität Frankfurt sind Kernaktivitäten beim Aufbau langfristig stabiler Wissensnetzwerke.

Weiterentwicklung der sozial-ökologischen Lebensstilforschung

Mit der Initiierung eines wissenschaftlichen Netzwerks zur sozial-ökologischen Lebensstilforschung soll der Austausch zwischen Kolleginnen und Kollegen der Sozial- und Mobilitätsforschung auch außerhalb konkreter Projektkooperationen gestärkt werden. Der sozial-ökologische Lebensstilansatz hat seit seiner Entwicklung Mitte der 1990er Jahre einen erheblichen Erkenntniszugewinn in der anwendungsorientierten Nachhaltigkeitsforschung geleistet, wie beispielsweise in den Bereichen Mobilität, Ernährung, Tourismus sowie Bauen und Wohnen. Lebensstilansätze stehen aber auch hinsichtlich methodischer und theoretischer Probleme in der Kritik – diese aufzunehmen und darüber eine Innovation des Ansatzes zu erreichen ist Hauptziel des Netzwerkes. Im Zentrum der Netzwerkaktivitäten stehen vor allem der wissenschaftliche Austausch innerhalb von Workshops und die gemeinsame Arbeit an Veröffentlichungen. Träger des Netzwerkes ist dabei das ISOE zusammen mit vier externen Wissenschaftlern.

Stärkung der integrativen Wasserforschung

Eine nachhaltige Wasserpolitik und ein nachhaltiges Wassermanagement sind eng mit Fragen zu Ernährung, Energie, Landnutzung, Gesundheit, Umwelt und Klima verknüpft. Handlungsstrategien zur Lösung gesellschaftlicher Probleme in diesen Bereichen machen ein umfassendes Systemverständnis über den Wassersektor hinaus erforderlich. Während die konventionelle, überwiegend technikbezogene sowie inter- und multidisziplinär ausgerichtete Wasserforschung bereits eine ausgeprägte Internationalisierung durchlaufen hat, befindet sich die neue integrative Wasserforschung noch im Prozess einer Vernetzung und Verankerung. Vor diesem Hintergrund zielen die Aktivitäten des Moduls auf eine Stärkung der integrativen Wasserforschung in internationalen Forschungsnetzwerken und eines besseren strukturellen Zugangs zur europäischen Forschung. Mit Publikationen, Gastaufenthalten, Workshops und strategischen Kooperationen wird der integrative sozial-ökologische Forschungsansatz in die Community eingetragen, eine Verständigung über die Tragweite integrativer Ansätze angestoßen und Einfluss auf das Agenda-Setting genommen – sowohl für die Forschungspolitik als auch für eine integrierte Umwelt- bzw. Wasserpolitik.

Vom 2. bis zum 13. Februar 2009 veranstaltete das ISOE in Kooperation mit dem internationalen Netzwerk PERN (Population-Environment Research Network) das Cyberseminar "Theoretical and methodological issues in the analysis of population dynamics and the einvironment". Im Zentrum der Diskussion stand eine kritische Bewertung unterschiedlicher theoretischer und methodischer Zugänge zur Analyse von Wechselbeziehungen zwischen Bevölkerung, Umwelt und Gesellschaft sowie deren Implikationen für Politik und Praxis. Ein ausführliches Hintergrundpapier, die Statements der geladenen Expertinnen und Experten sowie die Diskussionsbeiträge können hier abgerufen werden.