
Wasser und nachhaltige Umweltplanung
Wasserkreislauf und urban-ökologische Entwicklung
Dr. Thomas Jahn
PD Dr. Thomas Kluge
Dr. Engelbert Schramm
Aicha Vack
Universität/Gesamt-
hochschule Kassel (Arbeitsgruppe Empirische Planungsforschung und
Wissenschaftliches Zentrum für Umweltsystem-
forschung); Cooperative - Infrastruktur + Umwelt, Darmstadt/Weimar
1993 - 1997
abgeschlossen
Förderung:
Bundesministerium für Bildung und Forschung

Weller, Ines (1995): Kreislaufmodelle in der
Biogeochemie. WasserKulturText Nr. 7, Kassel, 12 Seiten
Kluge, Th./E. Schramm (1995): Wasserkreislaufmodelle in
der Hydro(geo)logie und in der Siedlungswasserwirtschaft.
Kassel, Nr. 8:
Vack, A./E. Schramm (1995): Kreislauf in der
Industriewasserwirtschaft.
Kassel, Nr. 9
Schramm, E. (1995): Kreislaufmodelle in der
Stadtökologie.
Kassel, Nr. 10
Vogt, G./E. Schramm (1995): Kreislaufmodelle der
Geoökologie und der geographischen Umweltwissenschaften.
Kassel, Nr. 11
Schramm, E. (1995): Kreislaufmodelle in der
wasserwirtschaftlichen und gewässerbezogenen Planung in
Frankfurt am Main.
Kassel, Nr. 12
Meister, M./Th. Jahn (1995): Alltagskulturelle
Kreislaufvorstellungen. Ergebnisse einer
diskursanalytischen Untersuchung.
Kassel, Nr. 13
Schramm, E./G. Cichorowski/M. Koziol (1996): Zwei
Optionen einer neuen Wasserpolitik für Frankfurt am
Main? Grundlagen einer kritischen
Handlungsfolgenabschätzung.
Kassel, Nr. 19
Schramm, E./G. Vogt (1997): Der Stellenwert der
Wasserökonomik für eine nachhaltige städtische
Wasserpolitik.
Kassel, Nr. 25
Schramm, E./G. Cichorowski (1997): Neue
Handlungsoptionen für eine nachhaltige städtische
Wasserpolitik.
Kritische Handlungsfolgenabschätzung am Beispiel
Frankfurt am Main. Kassel, Nr. 26
siehe ISOE-Literaturshop
sowie
WasserKulturTexte (Abstracts)
Das im Schwerpunkt "Stadtökologie" des BMBF geförderte interdisziplinäre Verbundprojekt wurde 1997 abgeschlossen. Es untersuchte den Zusammenhang zwischen den sozialen, technischen und ökologischen Aspekten einer nachhaltigen Entwicklung am Beispiel des Wassers in städtischen Verdichtungsräumen. Ziel des Vorhabens war zum einen ein neues urbanes Entwicklungsleitbild; zum anderen wurden Wege zu einer an Nachhaltigkeit orientierten städtischen Wasserpolitik aufgezeigt und abgeschätzt. Die Forschungen im Verbundprojekt bezogen sich beispielhaft auf die beiden Städte Dresden und Frankfurt am Main.
1997 schloss das ISOE gemeinsam mit der Cooperative die Arbeit im Teilprojekt "Kritische Technologiefolgenabschätzung" (KTA) des Verbundvorhabens ab. Zwei "Wege" oder Handlungsstrategien, mit denen sich die Wasserprobleme und sozial-ökologischen Krisenlagen in urban-industriellen Regionen angehen lassen, wurden als Szenario gegenübergestellt: Einer dieser Wege zielt auf die Fortentwicklung der in Frankfurt begonnenen Reformen im Wasserbereich; der zweite Weg, der sich am Konzept einer "starken Nachhaltigkeit" orientiert, hat eine technische, wasserwirtschaftliche und politische Transformation im Umgang mit Wasser zum Ziel und verstärkt die Kompetenzen von Bürgerinnen und Bürgern.
Die für eine Reform der Wasserpolitik bzw. für eine weitergehende wasserwirtschaftliche Transformation denkbaren Handlungsinstrumente wurden zunächst systematisch erfaßt und den beiden Handlungsstrategien gebündelt zugeordnet. Beide Wege wurden hinsichtlich ihrer Potentiale und Restriktionen interdisziplinär bewertet; auch die unbeabsichtigten Folgen für Naturhaushalt, Lebensqualität und Ökonomie wurden erfasst. Zentrales Ergebnis: beide Wege (oder Kombinationen aus ihnen) sind gangbar; die Weiterentwicklung der Städte wird stofflich, energetisch, ökologisch, ökonomisch, sozial und politisch nicht in Frage gestellt (vgl. auch WasserKulturText 26) (Literatur). Folglich stellen an den Ursachen ansetzende Änderungen der städtischen Wasserwirtschaft sinnvolle kommunalpolitische Optionen dar; mit ihnen kann das Fundament für eine nachhaltige Stadtentwicklung gelegt werden.
Parallel dazu wurden in zwei Arbeitsgruppen des Gesamtverbundes Schlussfolgerungen aus der Arbeit des Vorhabens gezogen; diese richten sich zum einen an die Wasserpolitik, zum anderen an die Stadtplanung. Diese Arbeiten werden 1998 in dem Sammelband "Wasserkultur" veröffentlicht