Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

ISOE-Lecture WS 2016/2017:
„Nichtwissen in der Wissensgesellschaft: Zur Rolle von Realexperimenten für eine nachhaltige Entwicklung“

Prof. Dr. Matthias Groß
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ

ISOE-Lecture 2016/17

Die großen gesellschaftlichen Herausforderungen der Gegenwart werfen zunehmend Fragen auf, die mithilfe unserer etablierten Wissensbestände nicht mehr beantwortet werden können. Nichtwissen überwiegt und erschwert zielorientierte gesellschaftliche Prozesse, wie sie etwa für eine nachhaltige Entwicklung wünschenswert sind. „Reallabore“ oder „Living Labs“ sind deshalb vieldiskutierte Methoden für eine praxisnahe Forschung. Denn hier kann mit Wissenslücken experimentiert und neues Wissen direkt in einem gesellschaftlichen Handlungsfeld angewendet werden.

In der diesjährigen ISOE-Lecture zeigt der Umweltsoziologe Matthias Groß was es bedeutet, wenn Gesellschaft zum Laboratorium des Wandels wird. Tragen Realexperimente nicht die Risiken der Forschung in die Gesellschaft? Unter welchen Umständen können sie dann erfolgversprechende Modelle für eine nachhaltige Entwicklung sein – zumal Sozialexperimente per se als unethisch gelten? Matthias Groß zeigt das am Beispiel von Forschungsprojekten zur Altlastensanierung sowie zu alternativen Energiesystemen. Groß ist Professor für Umweltsoziologie am Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung in Leipzig sowie an der Friedrich-Schiller-Universität Jena. Zu seinen Forschungsschwerpunkten gehören alternative Energiesysteme, Technologie, Innovation sowie Mensch-Umwelt-Beziehungen. 


Datum:
26. Januar 2017, 18–20 Uhr

Ort: Goethe-Universität Frankfurt am Main, Campus Westend, Seminarhaus SH 5.105

Veranstalter: ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung in Kooperation mit dem Schwerpunkt Industrie- und Organisationssoziologie, Umweltsoziologie, FB 03, Goethe-Universität

Download Vortrag (pdf)

CV Prof. Dr. Matthias Groß (pdf)

Institutsbericht 2016

Institutsbericht 2016
Download (pdf, 2,7 MB)