Übergänge

in eine nachhaltige Entwicklung

12.12.2017

Zukunftsstadt: ISOE bei BMBF-Vernetzungskonferenz in Frankfurt am Main

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) will die Zukunftsfähigkeit von Städten erhöhen und hat dafür 2016 die beiden Fördermaßnahmen „Nachhaltige Transformation urbaner Räume“ und „Umsetzung der Leitinitiative Zukunftsstadt“ auf den Weg gebracht. Nun findet in Frankfurt am Main die erste Vernetzungskonferenz für die beteiligten Projekte statt. Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung ist mit Projekten und Formaten bei der Veranstaltung „Zukunftsstadt“ am 13. und 14. Dezember vertreten.


Frankfurt am Main

Es sind die Städte, in denen derzeit die zentralen Weichen für Transformationsprozesse in eine nachhaltige Entwicklung gestellt werden. Drei von vier Menschen leben in Deutschland in Städten. Hier werden die Auswirkungen von Klimawandel und Umweltbelastungen sehr deutlich. Längst gilt die Stadt als „Labor“ für die Erforschung und Umsetzung praxisorientierter nachhaltigerer Lebensweisen und Infrastrukturen.
Eine entscheidende Frage mit Blick auf zukunftsfähige Infrastrukturen ist, welche Ansätze geeignet sind, um nachhaltige Systeme zu etablieren? ISOE-Forscherin Martina Winker stellt bei der Vernetzungskonferenz erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt „netWORKS 4 – Resilient networks: Beiträge von städtischen Versorgungssystemen zur Klimagerechtigkeit“ vor. In einem Impulsvortrag zeigt sie das Potenzial auf, das in der Kopplung von grauen, blauen und grünen Infrastrukturen zur Gestaltung zukunftsfähiger und klimagerechter Städte liegt. Grau bezieht sich auf Regen-/Abwasserentsorgung, grün auf Bauwerksbegrünung, Parks oder Grünflächen und blau auf Gewässer, Seen oder sonstige Wasserflächen.

Anpassung an die Folgen des Klimawandels durch Verbindung von Infrastrukturen

Die intelligente Verknüpfung dieser Infrastrukturen kann ein wertvoller Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel sein und die Lebensqualität der StadtbewohnerInnen erhöhen. Voraussetzung ist, dass die städtischen Akteure bei der Ausgestaltung der Infrastrukturen eng zusammenarbeiten. Im Forschungsprojekt netWORKS 4 wird untersucht, wie der Dialog zwischen Stadt- und Infrastrukturentwicklung gestaltet werden kann und welche Strategien und Maßnahmen gemeinsam umsetzbar sind. Dafür werden im Projekt derzeit in ausgewählten Transformationsräumen in den Partnerstädten Berlin und Norderstedt laufende Planungsprozesse mit Machbarkeitsstudien begleitet.

Neben dem Projekt netWORKS 4 ist das Frankfurter ISOE bei der Vernetzungskonferenz auch mit Alexandra Lux vertreten. Sie wird beim Workshop „Wirkungen erfassen und verstehen“ die Eckpunkte der Konzeptarbeit aus dem Projekt „SynVer*Z – Synthese- und Vernetzungsprojekt Zukunftsstadt“ vorstellen, das sich auf die Wirkungsforschung   konzentriert. Denn die Projekte, die auf der Vernetzungskonferenz vorgestellt werden, suchen auf sehr unterschiedliche Weise nach Lösungen für konkrete Probleme in Stadtgesellschaftenn. Dabei werden Transformationsprozesse auf lokaler Ebene angestoßen, die in den konkreten Quartieren und Kommunen Effekte zeigen sollen. Doch es ist schwierig, die möglichen und wünschenswerten Wirkungen in all ihren Facetten im Voraus zu erkennen. Der Workshop soll einen ersten Dialog über diese vielfältigen Wirkungen zwischen den Projekten ermöglichen.

Die Konferenz richtet sich nicht nur an Forschende, sondern ausdrücklich auch an ExpertInnen und PraktikerInnen aus den Kommunalverwaltungen, der Stadtplanung und -entwicklung sowie an politische Akteure in den Städten und Kommunen.

Hier können Sie das Programmheft mit den Abstracts und weiteren Informationen herunterladen.


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Ansprechpartnerinnen

Nicola Schuldt-Baumgart

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Tel. 069 707 6919-30
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Referentin Wissenskommunikation, Medienkontakt
Tel. 069 707 6919-51
neugart(at)isoe.de

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