Klimaanpassung

Städtisches Grün im Klimawandel – Studierende entwickeln Kommunikationskonzepte für Kommunen

Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung hat gemeinsam mit dem hessischen Fachzentrum Klimawandel (FZK) und Studierenden der HPI School of Design Thinking (D-School) in einem dreimonatigen Projekt das Thema „Städtische Grünflächen im Klimawandel“ bearbeitet. Die Ergebnisse dieses Semesterprojekts liegen jetzt vor.

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Rechneigrabenweiher in Frankfurt am Main (© Branko Srot / Adobe Stock)
Rechneigrabenweiher in Frankfurt am Main (© Branko Srot / Adobe Stock)

Starkregenereignisse, Überschwemmungen, Hitzewellen und Dürren stellen Kommunen vor große Herausforderungen. Geeignete Strategien zur Anpassung an diese Folgen des Klimawandels sind unerlässlich. Nur so können die Auswirkungen des Klimawandels auf die Gesundheit und das Wohlbefinden der Bürger*innen, die Infrastruktur in den Kommunen, die Wirtschaft und nicht zuletzt die Umwelt begrenzt werden.

Grünflächen, Parks und Freiräume können bei der Anpassung an die Folgen des Klimawandels wichtige Beiträge leisten. Gerade in Ballungsräumen stehen städtische Grün- und Freiflächen jedoch immer stärker unter Druck. Wichtig ist daher, Bürger*innen und Wirtschaft durch geeignete Kommunikationsmaßnahmen die große Bedeutung von Stadtgrün für eine Anpassung an die Folgen des Klimawandels zu verdeutlichen. 

Vor diesem Hintergrund hat das ISOE gemeinsam mit dem FZK und Studierenden der HPI School of Design Thinking ein dreimonatiges Projekt durchgeführt. Ziel dieser Kooperation war es, Instrumente zu entwickeln, die Kommunen im Dialog mit ihren unterschiedlichen Zielgruppen dabei unterstützen, das Thema Anpassung an den Klimawandel am Beispiel städtischer Grünflächen zu kommunizieren.

Herangehensweise und Ergebnis 

Die Studierenden haben zunächst die unterschiedlichen Wissensbedürfnisse der verschiedenen beteiligten Akteure auf kommunaler Ebene erhoben. Im nächsten Schritt wurden die Ergebnisse aus den Interviews ausgewertet. Unter Rückgriff auf die Innovationsmethode „Design Thinking“ wurden zwei Kommunikationskonzepte entwickelt. Die beiden Produkte beschreiben jeweils webbasierte Plattformen, die Informationen zum Thema Klimawandelanpassung in Städten für die unterschiedlichen Akteure auf verschiedene Weisen zugänglich machen. Eine der Plattformen ist ein „Knowledge Hub“, der eine multilaterale Kommunikation ermöglicht über einen schnellen Zugang auf relevante Informationen über die verschiedenen Maßnahmen der Klimawandelanpassung in Städten. Die andere Plattform unterstützt die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaft und Praxis, indem sie einen direkten Dialog zwischen diesen ermöglicht; so wird die (Kommunikations-)Brücke von Wissenschaftler*innen zu Anwendern geschlagen. Beide Plattformen arbeiten also mit einer Netzwerkfunktion, um wissenschaftliches Wissen mit Best-Practice-Beispielen aus Kommunen zu verbinden und zu multiplizieren.

Design Thinking kurz gefasst

Design Thinking beschreibt eine Methode, die durch innovative Ansätze zum Lösen von Fragestellungen und zur Entwicklung neuer Lösungswege und Ideen führen soll. Hierbei geht es vor allem darum, Menschen aus unterschiedlichen Disziplinen gemeinsam an einer Problemstellung arbeiten zu lassen. Dies soll in einem kreativen Umfeld geschehen und beinhaltet mehrere, zum Teil auch iterative Prozessstufen. 

Weitere Informationen: https://hpi.de/school-of-design-thinking/design-thinking.html 

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