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Wasser in Plastik – Plastik im Wasser. Warum es schwierig ist, die Ökobilanz von PET-Flaschen zu erstellen

Die Plastikflasche ist zum Symbol unserer modernen Wegwerfgesellschaft geworden. Trotz aller Kritik ist es schwierig, eine eindeutige Ökobilanz zu erstellen. Wissenschaftler*innen der Forschungsgruppe PlastX beschreiben in einem aktuellen Artikel am Beispiel der PET-Flasche, warum das so ist. 

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Plastic bottle with clean drinking water (Foto: Anna/Adobe Stock)
Plastic bottle with clean drinking water (Foto: Anna/Adobe Stock)

Die PET-Flaschen sind aus unserem Alltag kaum noch wegzudenken. Ihre Vorteile sind vielfältig, mögliche Risiken ebenso. Das geringe Gewicht, die Bruchsicherheit und die Wiederverschließbarkeit machen sie zu einem praktischen Transportmittel. Die Nutzung von PET-Flaschen ermöglicht auch den Zugang zu sauberem Trinkwasser in Ländern mit schlechten Infrastrukturen in der Wasserversorgung. Demgegenüber werden gesundheitliche Folgen durch giftige Substanzen im Plastik diskutiert sowie die Umweltverschmutzung, insbesondere die Abfallproblematik und deren soziale und wirtschaftliche Folgen. Wissenschaftler*innen der Forschungsgruppe PlastX am ISOE haben die ökologischen Vor- und Nachteile der PET-Plastikflasche in einem aktuellen Artikel bilanziert. Der Artikel macht die Komplexität der Nachhaltigkeitsbewertung von Plastikflaschen deutlich. Diese sind eben nicht per se nachhaltig oder nicht. Vielmehr ist ihre Nachhaltigkeit jeweils im Verhältnis zur konkreten Verwendung und den möglichen Alternativen zu bewerten.

Zum Artikel: Sattlegger, Lukas/Tobias Haider/Carolin Völker/Heide Kerber/Johanna Kramm/Lisa Zimmermann/Frederik R. Wurm (2019): Die PET-Mineralwasserflasche. Wasser in Plastik und Plastik in Wasser. Chemie in unserer Zeit

Über PlastX

Die Forschungsgruppe PlastX unter der Leitung des ISOE untersucht die gesellschaftliche Rolle von Plastik und damit verbundene Umweltauswirkungen. Das Team aus Sozial- und Naturwissenschaftlern erarbeitet hierbei, wie ein nachhaltigerer Umgang mit Plastik möglich ist. Gefördert wird die Nachwuchsgruppe „PlastX – Kunststoffe als systemisches Risiko für sozial-ökologische Versorgungssysteme“ vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Forschung für nachhaltige Entwicklungen (FONA)“. PlastX ist darin Teil der Fördermaßnahme „SÖF – Sozial-ökologische Forschung“ im Förderbereich „Nachwuchsgruppen in der Sozial-ökologischen Forschung“.

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