Darmstädter Tage der Transformation

Making the Invisible Touchable – Neue Wege in der Wissenschaftskommunikation

Die Weltgemeinschaft sieht sich nicht erst seit Beginn der Covid-19-Pandemie mit großen Herausforderungen konfrontiert. Allein der Klimawandel, der Artenverlust oder die Verschmutzung der Meere erfordern weltweit ebenso rasche wie umfassende sozial-ökologische Transformationen. Doch dafür muss ein möglichst großer Teil der Gesellschaft zum Mitmachen gewonnen werden. Könnte Wissenschaftskommunikation neue Wege gehen, um noch mehr Menschen für nachhaltige Lebens- und Konsumformen zu erreichen? Eignen sich künstlerische Konzepte dafür? Im ISOE-Workshop „Making the Invisible Touchable“ im Rahmen der diesjährigen Darmstädter Tage der Transformation (DTdT22) geht es am 18. März 2022 darum, geeignete Kooperationsformen zwischen Wissenschaftskommunikation und Kunst zu skizzieren.

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Merja Herzog-Hellstén, Installation „underline“ (Foto: W. Breitinger)

Das ISOE – Institut für sozial-ökologische Forschung ist auch 2022 wieder Kooperationspartner der Darmstädter Tage der Transformation (DTdT22). Gemeinsam mit der Schader-Stiftung realisiert die Wissenskommunikation des ISOE in diesem Jahr die Veranstaltung „Making the Invisible Touchable – Neue Wege in der Wissenschaftskommunikation“. Hintergrund ist der laut vernehmliche Ruf nach notwendigen Transformationen, die die Beschaffenheit unserer Gesellschaft, Institutionen und Prozesse ganz grundlegend berühren. Um als Gesellschaft gemeinsam diese nachhaltige Entwicklung anzugehen, spielt die Weise, auf welche Wissen an Menschen kommuniziert wird, eine wichtige Rolle. Denn erst, wenn wir alle wissen, wie genau eine sozial-ökologische Transformation auch für uns persönlich aussehen kann, wächst auch unsere Bereitschaft, Teil dieses Veränderungsprozesses zu sein. 

Aktuell dominieren jedoch noch abstrakte Ziele und Konzepte, die oft von unserem Lebensalltag sehr entfernt scheinen. Kunst und Kultur können hier neue Wege für die Wissenschafts-kommunikation eröffnen. Eine Reflektion der realen Welt, aber auch der Zukunft, auf künstlerischem Wege bietet einen anderen Zugang zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung. Diese Öffnungen abseits traditioneller Wege der Wissenschaftskommunikation können so auch komplexe Fragestellungen und Themen an Menschen vermitteln und verschiedene Zukunftsvorstellungen erfahrbar machen. 

Welche Rolle kann Kunst in der Wissenschaftskommunikation übernehmen? 

Wie kann eine solche Wissenschaftskommunikation aussehen, die nicht nur Elemente aus Kunst und Kultur für ihre Zwecke nutzt, sondern sich ganz gezielt einer ästhetisch-visuellen Kommunikation widmet? Welche transdisziplinären Möglichkeiten eröffnen sich zu Fragen der nachhaltigen Entwicklung, wenn Künstler*innen in den Prozess der Wissenschafts-kommunikation miteinbezogen werden? Welche Rolle kann Kunst hier übernehmen? Wie kann sie die vorherrschenden Narrative in der Gesellschaft in Frage stellen oder sogar verändern? Gibt es aber auch ethische und ästhetische Grenzen für den Einsatz von Kunst in der Vermittlung von Wissenschaft? 

All diese Fragen sollen in dem vierstündigen Workshop „Making the Invisible Touchable“, wenn nicht komplett geklärt, aber auf jeden Fall beleuchtet und diskutiert werden. „Der Workshop selbst ist gewissermaßen schon ein neuer Weg in die Wissenschaftskommunikation,“ sagt Nicola Schuldt-Baumgart, Leiterin der Wissenskommunikation am ISOE. „Wir gehen mit der Veranstaltung schon direkt in die Kooperation mit der bildenden Künstlerin Merja Herzog-Hellstén, um schon in der Konzeption des Workshops Perspektiven aus der Wissenschaftskommunikation und der Kunst zu betrachten und zu erproben.“ So werden Beiträge aus der Wissenschaft und der Kunst in drei inhaltlichen Blöcken erarbeitet und besprochen. Zusammen mit den Teilnehmenden des Workshops werden exemplarische Wege und Ansätze zur Einbindung von Kunst in der Wissenschaftskommunikation erarbeitet. 

„Making the Invisible Touchable – Neue Wege in der Wissenschaftskommunikation“
Online-Workshop im Rahmen der Darmstädter Tage der Transformation 2022

Datum und Uhrzeit: 18. März 2022, 13:00 – 17:00 Uhr

Anmeldung unter: www.schader-stiftung.de/veranstaltungen

Ansprechpartnerin:

Dr. Nicola Schuldt-Baumgart 
Tel. +49 69 707 6919-30
schuldt-baumgart(at)isoe.de 
www.isoe.de  

Pressekontakt:

Melanie Neugart
Tel. +49 69 707 6919-51
neugart(at)isoe.de 
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