Bild: Daniel - stock.adobe.com Blick auf die Frankfurter Skyline
Pressemitteilung
Biodiversität

Frankfurt Conservation Center eröffnet: Neue Plattform für internationalen Biodiversitäts- und Naturschutz

Mit dem Frankfurt Conservation Center entsteht in Frankfurt eine neue Plattform für internationalen Biodiversitäts- und Naturschutz. Das ISOE bringt seine Expertise in sozial-ökologischer Biodiversitätsforschung in das Netzwerk ein.

Der weltweite Verlust biologischer Vielfalt stellt Gesellschaft, Politik und Wirtschaft vor tiefgreifende Herausforderungen. Mit dem neu eröffneten Frankfurt Conservation Center (FCC) entsteht in Frankfurt am Main eine Plattform, die Wissenschaft, Naturschutzpraxis, Politik und Wirtschaft stärker miteinander vernetzen will. Ziel ist es, neue Formen der Zusammenarbeit für einen wirksameren Biodiversitäts- und Naturschutz zu entwickeln. Das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) gehört zu den Partnerorganisationen des FCC und bringt seine Expertise in sozial-ökologischer Biodiversitätsforschung ein.

Der Verlust biologischer Vielfalt zählt zu den zentralen globalen Herausforderungen der Gegenwart. Intakte Ökosysteme sichern nicht nur Lebensräume für Tiere und Pflanzen, sondern bilden auch die Grundlage für Ernährung, Gesundheit, Wasserverfügbarkeit und wirtschaftliche Stabilität. Gleichzeitig reichen bisherige Strategien vielfach nicht aus, um Biodiversität langfristig zu schützen und gesellschaftliche Entwicklungen naturverträglich zu gestalten. Vor diesem Hintergrund setzt das FCC auf neue Formen der Zusammenarbeit zwischen unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren.

Das FCC wurde am 10. Juni 2026 im Rahmen eines Festakts in Frankfurt offiziell eröffnet. Zu den Gästen zählten Vertreter*innen aus Politik, Wissenschaft, Wirtschaft und Zivilgesellschaft. Perspektivisch soll das Zentrum ein eigenes Gebäude auf dem Gelände des Frankfurter Zoos erhalten. Bereits jetzt arbeiten die beteiligten Partnerorganisationen an gemeinsamen Projekten und strategischen Kooperationen.

Plattform für interdisziplinäre Zusammenarbeit

Getragen wird das Frankfurt Conservation Center von drei Gründungsinstitutionen: der Goethe-Universität Frankfurt, der Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung und der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt. Gemeinsam mit weiteren Partnern – darunter Conservation International, ISOE, KfW Stiftung, BioFrankfurt, TRAFFIC und der Zoo Frankfurt – entsteht ein internationales Netzwerk für Biodiversitäts- und Naturschutz.

Das FCC verfolgt einen interdisziplinären Ansatz, der Forschung, Naturschutzpraxis, Bildung, öffentliche Vermittlung und den Austausch mit wirtschaftlichen Akteuren gezielt miteinander verbindet. Ziel ist es, bestehende Kompetenzen zu bündeln und Kooperationen zu stärken, um den internationalen Naturschutz wirksamer zu gestalten.

Biodiversitätsschutz als gesellschaftliche Gestaltungsaufgabe

Das ISOE beteiligt sich am FCC mit seiner Expertise in der sozial-ökologischen Biodiversitätsforschung. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche gesellschaftlichen Werte mit Biodiversität verbunden sind und wie Motive sowie Hürden für ein biodiversitätsfreundlicheres Handeln besser verstanden werden können.

Der Anspruch des FCC, unterschiedliche Wissensformen und gesellschaftliche Perspektiven zusammenzubringen, knüpft an zentrale Ansätze sozial-ökologischer Forschung an. Denn Biodiversitäts- und Naturschutzfragen lassen sich nicht allein naturwissenschaftlich beantworten, sondern erfordern auch die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Interessen, Nutzungskonflikten und politischen Rahmenbedingungen.

Mit dem Leitmotiv „Connecting Minds – Expanding Horizons“ versteht sich das FCC als Plattform für neue Allianzen im Naturschutz. Frankfurt bietet dafür besondere Voraussetzungen: Die Stadt verbindet international sichtbare Forschungseinrichtungen, Naturschutzorganisationen und die Finanzwirtschaft auf engem Raum. Künftig soll das FCC diese Potenziale stärker vernetzen und auch international sichtbarer machen.

Kontakt:

Dr. Marion Mehring

Leiterin des Forschungsfelds Biodiversität und Gesellschaft Zum Profil

Dr. Nicola Schuldt-Baumgart

Leitung Wissenskommunikation und Wissenstransfer, Pressesprecherin Zum Profil
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