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Wissen und Partizipation

Lehrveranstaltungen des ISOE im Sommersemester 2026

Wissenschaftler*innen des ISOE bieten an der Goethe-Universität Frankfurt und der TU Darmstadt Lehrveranstaltungen an. Sie vermitteln Studierenden sowohl Grundlagen, Methoden und Anwendungsfelder der Sozialen Ökologie und thematisieren Transformationsprozesse an der Schnittstelle von Gesellschaft, Umwelt und Technik.

Im Sommersemester 2026 bieten Wissenschaftler*innen des Instituts für sozial-ökologische Forschung (ISOE) Lehrveranstaltungen an der Goethe-Universität und an der Technischen Universität Darmstadt an. Ziel der Seminare und der Vorlesung ist es, Studierende für die Analyse und Gestaltung sozial-ökologischer Transformationen zu qualifizieren. Die Veranstaltungen richten sich an Studierende verschiedener Fachrichtungen und thematisieren Transformationsprozesse an der Schnittstelle von Gesellschaft, Umwelt und Technik.

Im Zentrum seiner Hochschullehre steht für das ISOE die Vermittlung von Grundlagen, Methoden und Anwendungsfeldern der Sozialen Ökologie. Die Lehrveranstaltungen greifen hierfür zentrale Herausforderungen wie Klimawandel, Biodiversitätsverlust oder nachhaltige Ressourcennutzung auf und verknüpfen diese mit Fragen gesellschaftlicher Entwicklung und Gerechtigkeit. 

Damit verfolgt das ISOE das Ziel, Studierende nicht nur fachlich zu qualifizieren, sondern sie auch zur kritischen Reflexion und aktiven Mitgestaltung nachhaltiger Entwicklungen zu befähigen. Dabei setzen die Lehrpersonen des ISOE auf praxisnahe Ansätze, die es Studierenden ermöglichen, komplexe Problemstellungen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen und praktischen Perspektiven zu erschließen

Umweltgerechtigkeit im Kontext globaler Krisen

Das Seminar „Umweltgerechtigkeit – theoretische Konzepte und empirische Anwendungsfelder“ an der Goethe-Universität Frankfurt will Studierenden interdisziplinäre Kompetenzen vermitteln. Die ISOE-Wissenschaftlerinnen Diana Hummel und Flurina Schneider behandeln das Thema Umweltgerechtigkeit in diesem Seminar im Kontext globaler Krisen wie Klimawandel und Biodiversitätsverlust. 

Dafür bieten die beiden Wissenschaftlerinnen den Studierenden eine Auseinandersetzung mit der Geschichte des Konzepts Umweltgerechtigkeit und aktuellen Diskursen dazu an. Anhand ausgewählter Konfliktfelder wie zum Beispiel Auseinandersetzungen um „water justice“ oder Konflikte im Bereich des Natur- und Biodiversitätsschutzes wird untersucht, wie Fragen der Gerechtigkeit in den Debatten und Konflikten thematisiert, politisiert und ausgehandelt werden. 

Fallstudie zu sozial-ökologischen Risiken im Anthropozän: „Ewigkeitschemikalien“

Ein konkretes Nachhaltigkeitsproblem rückt ISOE-Forscherin Carolin Völker in ihrem Seminar an der Goethe-Universität in den Mittelpunkt: Die sogenannten „Ewigkeitschemikalien“ dienen hier als Fallbeispiel für ein sozial-ökologisches Verständnis. Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) verfügen über eine außergewöhnliche Stabilität und sind inzwischen weltweit nachweisbar. Die schädlichen Substanzen reichern sich in der Umwelt, in Organismen und Ökosystemen an und können lebenswichtige Erdsystemprozesse beeinträchtigen. Damit sind sie eine enorme Herausforderung für den Umwelt- und den Gesundheitsschutz. 

Die Teilnehmer*innen des interdisziplinären Seminars „Charakteristika von Umwelt- und Nachhaltigkeitsproblemen: ‚Forever Chemicals‘ als Fallstudie zu sozial-ökologischen Risiken im Anthropozän“ setzen sich mit der Risikoabschätzung der chemischen Belastungen für Mensch und Umwelt auseinander, mit den systemischen Risiken, dem Vorsorgeprinzip sowie mit den Herausforderungen der Politik zur Steuerung dieser Chemikalien. 

Weitere Themen des Seminars sind Wissen und Nicht-Wissen über Umweltgefahren sowie damit verbundene Unsicherheiten und gesellschaftliche Aushandlungsprozesse: Welche Rolle spielen unterschiedliche Akteure, Interessenkonflikte, die strategische Kommunikation von Risiken sowie Aspekte von Umweltgerechtigkeit im Umgang mit konkreten Schadensfällen? Ziel des Seminars ist es, anhand des Beispiels PFAS ein sozial-ökologisches Problemverständnis sowie Gestaltungsoptionen für sozial-ökologische Transformationen zu erarbeiten.

Lehre an der TU Darmstadt: Nachhaltigkeit in der Siedlungswasserwirtschaft 

Für Studierende im Fachbereich Bau- und Umweltingenieurwissenschaften der Technischen Universität Darmstadt hält Martin Zimmermann eine Vorlesung und ein Seminar zum Thema „Nachhaltige Wasserversorgungswirtschaft“. Dabei geht es um Grundlagen, Definitionen und Konzepte der Siedlungswasserwirtschaft in Deutschland. Welche Anforderungen ergeben sich mit Blick auf Nachhaltigkeit oder auf rechtliche und ökonomische Rahmenbedingungen? Wie sehen Konzepte zum Umgang mit Vulnerabilität, Risiken und Unsicherheiten aus? 
Martin Zimmermann führt die Studierenden am Beispiel von ISOE-Forschungsvorhaben in Methoden der Nachhaltigkeitsbewertung, das Benchmarking in der Wasserwirtschaft und in die Systemanalyse ein. Die Lehrveranstaltung ist ein Wahlfach im Masterstudium Bauingenieurwesen, Umweltingenieurwesen und sonstigen Fachrichtungen.

ISOE-Lehrveranstaltungen auf einen Blick 

Kontakt:

Apl. Prof. Dr. Diana Hummel

Koordinatorin für Lehre und wissenschaftlichen Nachwuchs Zum Profil

Melanie Neugart

Stellvertretende Leitung Wissenskommunikation und Wissenstransfer, Schwerpunkt Medienarbeit Zum Profil
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Welches Wissen brauchen wir für sozial-ökologische Transformationen? Wie können die Sichtweisen und Erfahrungen verschiedener Akteursgruppen berücksichtigt werden?

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