Kommunalbefragung Klimaanpassung 2027
Die Kommunalbefragung Klimaanpassung 2027 entwickelt das Monitoring der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) weiter und prüft eine Verstetigung als dauerhaftes Instrument.
Das ISOE führt gemeinsam mit Partnern die „Kommunalbefragung Klimaanpassung 2027“ durch. Mit einer bundesweiten repräsentativen Befragung wird erneut der aktuelle Stand der kommunalen Anpassungspraxis erfasst: Wie gelingt die Umsetzung von Maßnahmen? Welche Bedarfe haben Kommunen, auf welche Hemmnisse stoßen sie? Im Auftrag des Umweltbundesamtes UBA prüft das Projektteam zudem, ob die kommunale Befragung als dauerhaftes Monitoringinstrument der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) etabliert werden kann. Dafür entwickelt das Forschungsteam die Kommunalbefragung aus dem Jahr 2023 weiter, bei der erstmals Antworten von über tausend Städten, Landkreisen und Gemeinden ausgewertet wurden.
Wie dringend Anpassungsmaßnahmen sind, hat die anhaltende Hitze im Sommer 2026 erneut eindrücklich gezeigt. Doch es geht um viel mehr: Laut geltendem Klimaanpassungsgesetz sollen Bund, Länder und Kommunen Klimarisiken umfassend berücksichtigen. Denn nicht nur Hitzeperioden und Dürren, auch Starkregen und Hochwasser treten häufiger und intensiver auf.
Städte, Gemeinden und Landkreise müssen deshalb ihre Anpassungsmaßnahmen weiter ausbauen, um die Bevölkerung wirksam zu schützen und zentrale Aufgaben der Daseinsvorsorge wie die Trinkwasserversorgung, den Gesundheitsschutz oder den präventiven Hochwasserschutz auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen zuverlässig zu gewährleisten.
Viele Kommunen haben erste Strategien und Maßnahmen umgesetzt. Dazu gehören Hitzeaktionspläne, die Begrünung von Straßen und Plätzen, Trinkwasserbrunnen, Entsiegelung, Regenwassermanagement sowie Vorsorge gegen Starkregen und Hochwasser. Doch welches Bild ergibt sich in der Gesamtschau für den nationalen Stand der Klimaanpassung?
Bereits 2023 hat ein Forschungsteam unter der Leitung des ISOE mit einer bundesweiten repräsentativen Befragung deutscher Kommunen im Auftrag des Umweltbundesamtes wichtige Kernergebnisse zur Klimaanpassung in Deutschland geliefert. Die Erhebung „Kommunalbefragung Klimaanpassung 2027“ baut auf diesen Ergebnissen auf.
Die Befragung wird im ersten Halbjahr des kommenden Jahres durchgeführt. Ziel ist es, eine neue wissenschaftlich belastbare Datengrundlage zum Stand der kommunalen Klimaanpassung zu schaffen, um eine systematische Einbindung der Bedarfe der Kommunen in die Fortschreibung der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) zu gewährleisten. Neben der Aktualisierung und Anpassung an die aktuellen Rahmenbedingungen stehen die Bildung von Kernindikatoren für die künftige zeitliche Vergleichbarkeit und eine höhere regionale Aussagekraft im Vordergrund. Zugleich prüft das Projektteam, ob und wie die Befragung als dauerhaftes Monitoringinstrument der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) etabliert werden kann.
Die Erhebung ist in ein transdisziplinäres Begleitvorhaben eingebettet, das das Bundesumweltministerium (BMUKN) und das Umweltbundesamt (UBA) bei der Weiterentwicklung der DAS unterstützt. Das Projekt „Begleitforschung zur Weiterentwicklung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel“ wird im Auftrag des Umweltbundesamts (UBA) durchgeführt. Die Projektleitung liegt beim Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) in Berlin. Weitere Verbundpartner sind das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) und Bosch & Partner (München). Das Projekt wird von April 2026 bis Juni 2029 durchgeführt.
Die Kommunalbefragung Klimaanpassung 2027 entwickelt das Monitoring der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) weiter und prüft eine Verstetigung als dauerhaftes Instrument.
Wie können sich Kommunen besser auf zukünftige Wetterextreme vorbereiten? Welche Unterstützung brauchen sie bei der Klimaanpassung?
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