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Schadstoffrisiken Biodiversität

Unsichtbar, aber folgenschwer – Schadstoffquellen in unseren Gärten

Privatgärten in Städten sind viel mehr als grüne Rückzugsorte – sie können entscheidend zum Schutz der Artenvielfalt beitragen. Doch sie können unsichtbare Schadstoffquellen bergen. Damit beschäftigt sich die nächste Bürger-Uni des ISOE am 28.05.2026.

Auch im Sommersemester 2026 lädt das Institut für sozial-ökologische Forschung (ISOE) wieder zu einer Veranstaltung im Rahmen der Frankfurter Bürger-Uni ein. Am 28. Mai diskutieren Wissenschaftler*innen des ISOE, der Frankfurter Goethe-Universität und der Technischen Universität Darmstadt aus den Forschungsfeldern Biodiversität, Umwelttoxikologie und Risikokommunikation über die unsichtbaren Risiken, die sich in Privatgärten verbergen können. Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr in der Dondorf-Druckerei in Frankfurt Bockenheim. 

Privatgärten in Städten sind nicht nur für ihre Besitzer*innen regelrechte Oasen. Sie spielen eine weitaus größere Rolle: Sie regulieren das Mikroklima und dienen damit dem Wohlbefinden, der Gesundheit und Lebensqualität aller Stadtbewohner*innen. Zudem bieten selbst kleine Gärten – je nach Art des Gärtnerns – einen ökologisch wertvollen Lebensraum für viele verschiedene Tier- und Pflanzenarten, wodurch sie die Artenvielfalt fördern. 

Doch woran kaum jemand denkt: In den grünen Oasen können Schadstoffquellen verborgen sein. Die Einfallswege für Schadstoffe sind dabei vielfältig und reichen von chemischen Pflanzenschutzmitteln über Dünger, mit Farben oder Lacken behandelte Holzbauten bis hin zu Substanzen, die sich in Gartenutensilien befinden können. Letztlich bringt jede Form des Gärtnerns – auch ungewollt und unsichtbar – unterschiedliche Materialien und Stoffe mit sich, die bedenklich für Böden, Grundwasser oder sogar für die Gesundheit von Pflanzen und Tieren sein können.

Neuer Blick auf Gärten durch verschiedene Forschungsperspektiven 

Mit der Frankfurter Bürger-Universität im Sommersemester 2026 lädt das ISOE dazu ein, einen neuen Blick auf unsere Gärten zu werfen. Johanna Freudenberg, Sprachwissenschaftlerin an der Technischen Universität Darmstadt, ISOE-Biodiversitätsforscherin Marion Mehring, Jörg Oehlmann, Professor für aquatische Ökotoxikologie an der Goethe-Universität Frankfurt, und Melina Stein, Soziologin am ISOE, diskutieren am 28. Mai 2026 in der Dondorf-Druckerei über relevante Fragen zum Thema Schadstoffe in Gärten. 

Die Wissenschaftler*innen stellen in Kurzvorträgen ihre Perspektiven aus verschiedenen Forschungsdisziplinen vor und freuen sich auf einen Austausch mit den Gästen der Bürger-Universität. 

Frankfurter Bürger-Universität: Unsichtbar, aber folgenschwer – Schadstoffquellen in unseren Gärten

Ort: 
Dondorf-Druckerei, 2. OG (2og:dondorf)
Gabriel-Riesser-Weg 3
60325 Frankfurt am Main

Zeit: 
Donnerstag, 28.05.2026, 18–20 Uhr, anschließend Zeit für Austausch

Links:
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Kontakt:

Dr. Verena Rossow

Wissenskommunikation und Wissenstransfer, Schwerpunkt Wissenstransfer Zum Profil

Melanie Neugart

Stellvertretende Leitung Wissenskommunikation und Wissenstransfer, Schwerpunkt Medienarbeit Zum Profil
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